Schulhalbjahresende

Donnerstag, 26. Januar 2012

Da schreibe ich einen Artikel über den griechischen Ursprung mathematischer Begriffe und übersehe den entwendeten Brief: „Mathematik“ ist ja auch griechisch! Besonders auffällig: „mathaino“ bedeutet „lernen“, und zwar im ganz allgemeinen Sinn, ohne dass Zahlen darin vorkommen müssen. Also, statt Fächer wie „Lernen lernen“ einzuführen sollten wir lieber eine Stunde mehr Mathe (ohne zu rechnen) machen! Schön, ne? (Ich fürchte, ich bin die einzige hier, die jubelt…)

Mein neuer Stundenplan für das nächste Halbjahr sieht richtig gut aus. Naja, es fehlen ja auch vier Stunden. Die habe ich nämlich aufgrund der Entlastungsstunden für das Sprintstudium an einen unserer zukünftigen Referendare abgegeben.

Gestern haben unsere Französischklassen am Internet-Wettbewerb vom Cornelsen-Verlag teilgenommen. Viel Internet-Recherche, viele Themen, ausschließlich Multiple-Choice-Aufgaben, leider nichts zur Sprache. Den Schülern hats gefallen, auch wenn sie die Fragen nicht so schwer fanden. Teilnehmen würden se nächstes Jahr aber gerne wieder.


Das Griechische und die Mathematik

Sonntag, 15. Januar 2012

Eine sehr subjektive Aufstellung ohne Anspruch auf Vollständigkeit, mit Hilfe von Wikipedia erstellt:

 

Arithmetik, Logarithmus: arithm- = Zahl

Parabel: -bel = Wurfgeschoss (!) (Probleme wirft man ja auch auf…)

Parabel, Parallele: para- = von…her, bei, neben…hin, zu…hin, entlang

Basis: bas- = Sockel, Grundlage, Schritt

Polygon, Pentagon: -gon = Knie, Ecke, Winkel

Graph (den ich aus Sturheit immer noch mit ph schreibe): -graph = schreiben (die Grammatik ist dann etwas Geschriebenes, ebenso das Programm (pro- = vor) und das Parallelogramm)

Polyeder, Tetraeder: -eder = Ort zum Sitzen, (Sitz-)Fläche (dazu sind also Kathedralen da…)

Homomorphismus: homo- = gleich

Analysis: -lys- = (auf-)lösen, Auflösung (daher also die vielen Gleichungen)

(O-)mega: mega- = groß

Meter, Geometrie: -meter, -metr- = Maß

mikro, Omikron: mikro- = klein

Homomorphismus: -morph- = Gestalt

nano: nano- = Zwerg

Polynom, Binom(ische Formeln): -nom = Gesetz

orthogonal: ortho- = recht, richtig, aufrecht

Polstelle, Polgerade: pol- = Achse

Polyeder, Polygon: poly- = viel, mehrere

Trapez: -pez = („Vierfuß“), Tisch (perspektivisch gezeichnet)

Analysis: an(a)- = hinauf, über…hin, je

Diagonale, Diagramm: dia- = durch, hindurch

Hyperbel: hyper- = über, oberhalb, über…hinaus

Periode: peri- = um…herum

Symmetrie: sym- = zusammen mit

Trigonometrie: tri- = drei

Tetraeder: tetra- = vier

Pentagramm, Pentagon: penta- = fünf

Hexagon, Hexadezimalsystem: hexa- = sechs

Oktaeder: okta- = acht

Dodekaeder: dodeka- = 12

Ikosaeder: eikosa- = 20

Hypotenuse: -ten- = dehnen, spannen

Hypotenuse: hypo- = unter, unter…hin

Hektar: hekaton = 100

Kilo, Kilometer: chilio- = 1000

 

Dabei noch entdeckt: Pfingsten heißt auf französisch „pentecôte“, das wiederum aus dem griechischen pentekonta = 50 stammt und den 50. Tag nach Ostern bezeichnet.


Übergangsprognosen

Dienstag, 10. Januar 2012

Mal wieder werden Stimmen laut, das es doch endlich mal Eignungstests für das Lehramtsstudium geben soll, damit die total schlechten Abiturienten, die eh das Fach aus Verlegenheit studieren und dann nach zwei bestandenen Staatexamen an Burnout erkranken, vorher aussortiert werden. Interessant fand ich das Gegenargument des bayrischen Kultusministers Spaenle: „Es gibt keine validen Kriterien auf empirischer Basis, die eine Eignung für den Lehrerberuf – gerade von 18-jährigen jungen Menschen – prognostizieren könnten“ (Quelle: Bayerische Staatszeitung).

Mal in anderen Worten: 18jährige sind zu jung, um über ihre zukünftige Eignung in einem Beruf eine sichere Aussage treffen zu können. In Bayern.

Moooment: War nicht Bayern das Bundesland, in dem es für Viertklässler besonders rigide Auflagen gibt, um auf das Gymnasium bzw. die Realschule zu gelangen? In dem also bei Zehnjährigen angeblich besonders erfolgreich entschieden werden kann, welchen Berufsweg ein Kind einmal nehmen wird? Und bei 8 Jahre später soll da dann nicht mehr möglich sein?

Irgendwas stimmt da doch nicht…


Neues vom Studium

Sonntag, 8. Januar 2012

Dieses Wochenende habe ich mich endlich wieder intensiver um mein Sprintstudium gekümmert. Ich habe mein Material sortiert, die ersten 4 von 11 Kapiteln des Skripts durchgelesen und die Aufgaben dazu gelöst. In der Modulwoche hatten wir zwar auch Zeit, an den Aufgaben zu arbeiten, aber nicht so viel Zeit, alle zu lösen. Deshalb ist das Studium ja auch als Fernstudium aufgebaut, bei dem man dann die restlichen Aufgaben zu Hause bearbeitet.

Was mir an den Aufgaben besonders gut gefällt, ist, dass sie genau so auch in der Schule einsetzbar sind. Bei jeder Aufgabe steht, in welcher Klasse, zu welchem Thema und mit welchem Zweck man sie einsetzen kann. Ebenfalls gibt es Ergänzungen für schnelle Schüler.

Ich gebe hier einen kurzen (unvollständigen) Überblick über die Aufgaben der ersten vier Kapitel (Für die Java-Programme wird jeweils ein GUI entwickelt, in dem die Daten ein- bzw. ausgegeben werden; programmiert wird mit Hilfe des Java-Editors.):

1. Scratch

  • ein Bienenschwarm verfolgt einen Bären
  • einen Dialog gestalten
  • Malen mit Scratch

2. Variablen und Datentypen

  • Fehlersuche (Java)
  • eine Katze durch ein Labyrinth führen (Scratch)
  • einen Quizmoderator entwickeln (Scratch)

3. Einstieg in Java

  • das Osterdatum der nächsten Jahre berechnen (Anzeige als GUI)
  • Temperatur zwischen Celsius und Fahrenheit umrechnen (Anzeige als GUI)

4. Algorithmenbausteine

  • Zahlraten
  • Tic Tac Toe (heute endlich geschafft und gespielt – nachdem mein liebster Kritiker am Programmentwurf noch rumgemäkelt hat…)
  • Drei gewinnt (wie 4 gewinnt, nur mit 3…)
  • Partnerschaftsberatung (Gender-Bashing: für die Mädchen im Kurs)

 

Was mich in den nächsten Kapiteln u.a. noch erwartet:

  • Cäsar-Codes ver- und entschlüsseln (Zeichenkettenverarbeitung)
  • Dual- und Dezimalzahlen umrechnen (eigene Methoden und Rekursion)
  • einen Taschenrechner entwickeln (eigene Methoden und Rekursion)
  • Matrizenrechner (Reihungen)
  • Minesweeper entwickeln (Reihungen)

Ich werde mal klären, ob es möglich ist, die Aufgaben online zu stellen, damit auch andere (vielleicht im Sinne des OER-Projekts) von dem Material profitieren können.


Reisekostenlogik

Dienstag, 20. Dezember 2011

Nächstes Jahr werde ich öfters Bahn fahren – nach Göttingen, und bestimmt auch zu der ein oder anderen Fortbildung. Nun hat Niedersachsen eine neue Reisekostenregelung, die besagt, dass man möglichst mit der Bahn anreisen soll. Finde ich gut, ist ja auch umweltschonend und so. Die Erstattung erhält man natürlich nur zu dem Betrag, wie die günstigste Verbindung kostet – und die BahnCard eingesetzt wurde. Finde ich in Ordnung, ich will den Staat ja auch nicht unnötig mit meinen Unkosten belasten, außerdem wird mir die BC auch bezahlt. Eine BC25 kostet 59€, bei ca. 400€ Fahrtkosten würde ich also schon 100€ einsparen, womit sich die Karte amortisiert hätte. Eine BC50 kostet schon 244€, wäre also nicht durch 200€ komplett amortisiert, aber vielleicht fahre ich ja auch noch woanders hin. Aber halt! Die Reisekostenregelung verlangt, dass ich die BC Business kaufe. Die kostet als BC25 schon 120€, und als BC50 280€. Klar, es gibt dazu noch den Großkundenrabatt, aber trotzdem: Wo bleibt da die wirkliche Ersparnis?


Fröhliche Feiertage!

Samstag, 17. Dezember 2011

„The 12 Days of Christmas“ in zwei ungewöhnlichen Varianten:

Bei Spiked Math wird die Frage geklärt, wie viele Geschenke man denn nun von seinem Liebsten insgesamt bekommt.

Und vier Lehrer singen, was sie sich von ihrer neuen Schule wünschen.


Sprintstudium 5. Tag

Samstag, 3. Dezember 2011

Miau! (Scratch)

http://www.uni-goettingen.de/admin/bilder/pictures/cb0f266770aa066169e3e2166914f7be.jpg

Letzter Tag im Vorkurs. Themen waren diesmal Unterrichtsbeispiele, die Berechnung der Komplexität von Algorithmen (Leute, ich habe das ENDLICH begriffen! Ist doch nicht so schwer, wie es immer aussah…) und der Ausblick auf das nächste Modul, das im Anschluss an die Halbjahrespause stattfinden wird. Dann wird es um Java als objektorientierte Sprache (d.h. Klassen, Objekte, Methoden, Vererbung etc.), UML und Datenstrukturen gehen. Da wir dann nur noch 3 Tage Zeit haben, wird die Einführung in das Thema natürlich kürzer ausfallen und mehr zu Hause nachgearbeitet werden müssen. Insbesondere wenn noch Klausuren geschrieben oder Referate gehalten werden, sinkt die Zeit für das neue Thema gewaltig. Trotzdem war diese lernintensive Woche sehr wichtig, um sich überhaupt ins Programmieren hineinzufuchsen.

Die Betreuung durch Kerstin Strecker und Ylva Brandt sowie Prof. Dr. Eckart Modrow fand ich ganz besonders gut, weil sie uns nicht nur sehr viel Input geliefert haben und uns beim Programmieren viele Tipps gegeben haben, sondern weil sie auch gleichzeitig an Schulen unterrichten und uns von ihren Erfahrungen im Unterricht berichten können. Das ist eigentlich genau die Verzahnung von Theorie und Praxis, die ich mir im Studium damals gewünscht hätte!

Jetzt, am Ende des Vorkurses, stelle ich fest, dass ich Informatik mag und es mich schon tierisch juckt, das Fach bald unterrichten zu können. Ich habe in dieser Woche sehr viele sehr nette Kollegen kennengelernt und freue mich schon darauf, sie im Februar wiederzusehen.


Sprintstudium 4. Tag

Donnerstag, 1. Dezember 2011

recursion – did you mean: recursion?

(google)

http://www.uni-goettingen.de/admin/bilder/pictures/cb0f266770aa066169e3e2166914f7be.jpgDie Probleme werden von Tag zu Tag verzwickter, aber auch interessanter. Zum Vergleich: am Montag sollten wir einen Quizmoderator programmieren, heute schon ein Minesweeper. Minesweeper hebe ich mir für zu Hause auf, ich habe mir hier die Addition von zwei 3×3-Matrizen vorgenommen.

Thema heute waren nach einer Wiederholung von Rekursionen die Reihungen. In der Schule soll man nicht Arrays sagen, also lernten wir die ein- und zweidimensionalen Reihungen, d.h. Vektoren und Matrizen, zu programmieren. Dafür blieb mal viel Zeit zum üben, weil, wie schon gesagt, die Aufgaben nicht trivialer werden.

Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich sicherlich auch mehr über die Aufgaben und meine Lösungen schreiben. Auf meinem Handydisplay mag ich aber nicht so viel schreiben wie mit einer richtigen Tastatur.


Sprintstudium 3. Tag

Mittwoch, 30. November 2011

http://www.uni-goettingen.de/admin/bilder/pictures/cb0f266770aa066169e3e2166914f7be.jpgEs wird viel gelacht und gejubelt, wenn alle fehlenden Semikola(-lons? -lonnen?), Klammern und Buchstaben ergänzt werden konnten und die Programme endlich so laufen, wie die Aufgabe es fordert.

Heute ging es um Zeichenketten, BYOB, eigene Methoden mit Java und Rekursionen. Im Anschluss fand eine interessante Gesprächsrunde statt, inwiefern Informatik an den verschiedenen Schulen stattfindet und mit welchen Inhalten. Da konnte ich mir Ideen holen, wie es demnächst an unserer Schule losgehen könnte (wir haben ja bisher noch keinen Informatikunterricht). Daneben gab es noch ein paar Infos zum weiteren Ablauf des Sprintstudiums. Unter anderem werden wir bis April eine Programmieraufgabe in BYOB nach bestimmten Vorgaben anfertigen müssen. Ich habe noch keinen blassen Schimmer, was ich da machen werde. Aber ich hab ja noch etwas Zeit ;-)


Sprintstudium 2. Tag

Dienstag, 29. November 2011

Das beste an einer Fortbildung ist das Essen.

(unbekannter Teilnehmer)

http://www.uni-goettingen.de/admin/bilder/pictures/cb0f266770aa066169e3e2166914f7be.jpgIch glaub, ich hab noch nie auf einer Fortbildung so viel gegessen. Frühstücksbuffet, Mittagessen in der Mensa, Kaffegedeck und schließlich Buffet am Abend im Hotel erfordern eine sorgfältige Planung und ausreichend Bewegungsmöglichkeiten, um nachts noch gut schlafen zu können.

Der 2. Tag war nicht weniger anspruchsvoll als der erste. Heute haben wir viele GUIs entwickelt, Spiele getestet, eine Partnervermittlung eröffnet, Struktogramme gezeichnet, mit Kontrollstrukturen und Schleifen programmiert. Es kam mir heute nicht mehr so anstrengend vor, und ich habe den Eindruck, dass ich nach diesen häufigen Programmierübungen mehr Sicherheit im Umgang mit Java erhalte. Ich bin neugierig auf morgen!


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