Umzug

Montag, 6. August 2012

Endlich erhält mein Blog seine gaaaaanz eigene Domain. Die neuesten Artikel findet ihr zukünftig unter http://www.ixsi.de


Lebenszeit

Samstag, 4. August 2012

In anderen Bundesländern kann man sie nach zwei Jahren Probezeit erhalten, in manchen verkürzt durch gute Noten sogar schon nach einem Jahr. In Niedersachsen gibt es sie einheitlich für alle Lehrer nach genau drei Jahren. Die Verbeamtung auf Lebenszeit.

Der Weg dorthin, also nach Studium und Referendariat, beinhaltet in Niedersachsen einen Unterrichtsbesuch und eine Beurteilung nach eineinhalb Jahren sowie zwei Unterrichtsbesuche, wobei jedes Fach und Sek. I/II abgedeckt sein sollen, und eine weitere Beurteilung am Ende der Probezeit. Seit neuem (April 2012) ist die Beurteilung kein frei vom Schulleiter verfasster Text, sondern ein Ankreuzbogen mit ein paar freien Sätzen zu den Unterrichtsbesuchen. Beurteilt werden sollen natürlich nicht nur die besuchten Stunden, sondern in erster Linie das gesamte Verhalten des Kandidaten während der Probezeit. Sollte es dabei Probleme geben (z.B. zeigt nur Filme im Unterricht, kommt immer zu spät, verweigert Elterngespräche, klaut das Besteck aus dem Lehrerzimmer, schlägt Schüler), kann die Probezeit auf maximal 5 Jahre verlängert werden. Wenn dann immer noch gravierende Probleme auftreten, dann ist Ende mit der Beamtenlaufbahn und dem öffentlichen Schuldienst.

Hat man aber erstmal lebenslänglich, dann bedeutet es nicht unbedingt, dass man bis zum eigenen Lebensende ausgesorgt hat. Es könnte ja auch der bestehende Staat zusammenbrechen, dann wärs das mit dem bestehenden Beamtentum (das ist zwar unwahrscheinlich, aber die letzte Staatsform ist auch erst vor 67 Jahren zusammengebrochen). Insofern ist “Lebenszeit” zweideutig.

Übrigens gibt es mehrere Arten, die Dienstjahre zu zählen.

1. die Dienstaltersstufen: Sie zählen ab dem 21. Lebensjahr, nach ihnen richtet sich die Besoldung. Alle 2 bis 4 Jahre erreicht man eine neue Stufe, das ist wie eine Gehaltserhöhung. Sollte man allerdings z.B. mehr als drei Jahre im Erziehungsurlaub sein, wird die Stufenzählung für diese Zeit ausgesetzt;

2. die Jubiläumsdienstzeit: Sie zählt ab dem Tag, an dem man im öffentlichen Dienst tätig war. Ausbildung und Wehrdienst zählen nicht dazu, Referendariat schon. Beim 25., 40. und 50. Dienstjubiläum erhalten niedersächsische Beamte eine Dank- und Glückwunschurkunde sowie ggf. einen freien Tag;

3. ruhegehaltfähige Dienstzeiten: Sie besteht aus dem zeiten im Beamtenverhältnis. Diese werden bei Teilzeitbeschäftigung entsprechen reduziert. Dafür werden Referendariat und sogar das Studium darin eingerechnet.

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Im nächsten Schuljahr werde ich leider kein Französisch unterrichten. Stattdessen bekomme ich ein Seminarfach im Bereich Informatik und eine AG. Die Neugestaltung der Seminarfächer (die Schüler können das Seminarfach nicht wählen, sondern erhalten das Seminarfach, das in ihren Stundenplan passt) erfordert, dass ich mich thematisch breiter ausrichten muss, da ich nicht davon ausgehen kann, dass Interesse an Informatik und an Technik von vornherein bei allen Teilnehmern vorhanden ist. Daher läuft das Seminarfach bei mir unter dem Arbeitstitel “Irgendwas mit Computern” und wird dann hoffentlich mit der ersten Sitzung richtig Gestalt annehmen. Mir schwebt (natürlich nicht ganz uneigennützig) vor, das Programmieren mit Scratch zu zeigen und dann an ausgewählten Beispielen zu zeigen, was Informatik ist, um dann einen Projekttag oder eine Ausstellung zum Thema “Da steckt Informatik drin” zu erarbeiten.

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Aufgrund eines ziemlich blöden Sportunfalls kurz vor den Ferien ist mein rechter kleiner Finger gebrochen und liegt in Gips. Seitdem erfreue ich mich an der Förderung der Beweglichkeit meiner linken Hand. Schreiben mit der rechten Hand ist nur in Tafelschrift (groß, mit 10 cm Entfernung vom Blatt) möglich, das Tippen mit der linken Hand bin ich eh schon gewohnt, fällt mir also nicht so schwer. Der kleine Finger fehlt mir nicht so sehr in der Bewegung, nur die Schiene ragt so stark hervor, dass ich mit der rechten Hand so wenig machen kann. Und ich habe ja auch nur 10-12 Seiten für meine nächste Modularbeit (ein Unterrichtsentwurf) zu tippen. Ich hoffe, dass der Gips runter ist, wenn ich mit der Vorbereitung für das neue Schuljahr starte. Klar kann ich vieles digital lösen, aber manche Idee plane ich handschriftlich einfach schneller.


Heute

Freitag, 20. Juli 2012

Heute war mein letzter Schultag vor den Ferien erster Sommerferientag. Und an einem solchen Tag schlafe ich natürlich gerne lange stehe ich natürlich wie immer um halb sieben auf. Während des Frühstücks plane ich diesen besonderen Tag ganz minutiös durch mit Staubsaugen, Bügeln, Fensterputzen beschließe ich, dass ich diesen besonderen Tag ganz spontan gestalte. Daher bin ich in den Botanischen Garten gegangen bin ich zum hiesigen Gartencenter gefahren und habe meinen Balkon um ein paar Kräuter erweitert.

Anschließend habe ich den Zoo mit seinen wilden Löwen und gefährlichen Schlangen besucht Auf dem Weg zur Kasse bin ich an den Käfigen mit den total süßen Zwergkaninchen, Meerschweinchen, bunten Ratten, Hamstern und Mäusen hängengeblieben und hätte am liebsten von allen ein paar mitgenommen. Des Mittags kochte ich mir ein absolut vegetarisches Gericht ging ich in den Brugerladen und bestellte mir Ungesundes. Sobald ich wieder zu Hause war, beschloss ich, in den nächsten sechs Wochen die Schule nicht zu betreten fuhr ich sogleich wieder zur Schule, um letzte Sachen und meine Urkunde abzuholen. Nach diesem anstrengenden Tag setzte ich mich zum Schluss auf den Balkon, genoss Sonne und meine neuen Pflanzen und las stundenlang Tolstoi stellte ich entsetzt im Spiegel fest, dass mir die einzige Stunde Sonne in dieser Woche einen Sonnebrand beschert hat, topfte draußen noch schnell eine Pflanze um, ehe ich vor dem Regen nach drinnen floh und Kirschen und Erdbeeren essend auf diversen Webseiten surfte.

Übrigens: morgen ist Winteranfang soll es endlich Sommer werden.


Ich bin vorhersagbar

Mittwoch, 11. Juli 2012

Neulich war Abistreich. Und wieder mit Spielen, bei denen Schüler- gegen Lehrerteams antreten mussten. Ein Spiel war, abwechselnd aus fünf Eiern eines auszuwählen und sich gegen die Stirn zu schlagen. Wer das rohe Ei findet, hat verloren. Das gleiche folgte anschließend mit 4 Wasser- und einer Colaflasche sowie Mentos-Bonbons. Die Schüler fangen an.
Bei mir stellen sich alle Matheaufgabenplanungsantennen auf Habacht-Stellung. Das passt doch super in mein Thema Mehrstufige Zufallsexperimente in Klasse 7. Wie fair ist es, dass immer die Schüler anfangen dürfen?
Am nächsten Tag komme ich in die Klasse. “Was hat euch gestern am besten gefallen?” beginne ich in beiläufiger Smalltalk-Manier. “Das Spiel mit den Eiern! Und mit den Mentos-Dingern! Da haben wir gedacht, das werden wir bestimmt heute in Mathe analysieren.”
Woher die das bloß wussten?! :D

P.S.: Das Spiel begünstigt das erste zweite Team mit einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 60%.


Mehr Klassen müssen größer sein

Donnerstag, 5. Juli 2012

In Niedersachsen gilt ab den jetzigen 5. Klassen aufsteigend eine Klassenobergrenze von 30 Schülern für die Jahrgänge 5 bis 9. Liegt die Schülerzahl s eines Jahrgangs so weit darunter, dass für die n Klassen des Jahrgangs gilt: (n-1)*30 < s, dann müssen die Klassen zusammengelegt werden. In der Regel soll dies aber nur nach der 6. und nach der 8. Klasse bzw. nach der 9. Klasse (geplant, vermutlich nur bis zu den nächsten Landtagswahlen im Januar) geschehen.

Außerdem haben niedersächsische Gymnasien mindestens 2 und maximal 6 Klassen pro Jahrgang. Das heißt, 2 n ≤ 6, also wir bei midnestens 3 und höchstens 6 Klassen überhaupt zusammengelegt. Um die durchschnittliche Schüleranzahl d pro Klasse herauszufinden, ab der die Klassen zusammengelegt werden, muss man die maximale Gesamtschülerzahl in der Jahrgangsstufe berechnen, wenn es eine Klasse weniger gibt, d.h. (n-1)*30. Diese muss durch die momentan bestehende Klassenzahl n dividiert werden, also d = (n-1)*30/n. Mit ein paar Termumformungen erhält man daraus d = 30 – 30/n. Somit ergeben sich folgende durchschnittliche Mindestschülerzahlen pro Klasse, damit Klassen zusammengelegt werden müssen:

  • von 3 auf 2 Klassen: 20 Schüler
  • von 4 auf 3 Klassen: 22,5 Schüler
  • von 5 auf 4 Klassen: 24 Schüler
  • von 6 auf 5 Klassen: 25 Schüler

Mit anderen Worten: Wenn ein Gymnasium mehr Klassen hat, sind auch die Klassen viel größer. Man kann jetzt daraus folgern, dass Schüler an kleineren Gymnasien die besseren Lernbedingungen haben. Andererseits sind ihnen manche Wahlmöglichkeiten in der Oberstufe verwehrt, wenn die Kurse wegen zu geringer Schülerzahl nicht zustande kommen.


    Audrey III

    Sonntag, 24. Juni 2012

    Hilfe, meine Melonenpflanze umklammert die Jalousie! Ich bekomme ein wenig Angst, wenn ich daneben stehe!


    Ein Papierblog erstellen

    Samstag, 23. Juni 2012

    Die Idee zu einem Papierblog hatte ich durch den Blog “The inspired classroom“. Dort findet man auch auch ein Bild von einem Klassenblog aus Papier.

    Im Unterschied dazu soll es in meinem Französischkurs ein Blog je Gruppe geben, auf dem jeder seine Artikel schreibt. Um zu prüfen, ob das überhaupt möglich ist oder ob ich mir da zu viel überlegt habe, habe ich heute ein Papierblog so gebastelt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Mein Blog habe ich so aufgebaut, wie ich es auf “The inspired classroom” gefunden hatte. Die Artikel werden auf bunten DIN A5-Blättern geschrieben und aufgeklebt. Darüber und darunter stehen die üblichen Blogpost-Angaben wie Überschrift, Autorenname, Veröffentlichungsdatum und Tags.

    Hier das Material:

    Mein erster Artikel beinhaltet die Blog-Vokabeln, in den weiteren Artikeln schreibe ich die Aufgaben. Dadurch brauche ich die Aufgaben nicht kopieren, sie sind ja (fast) jederzeit für die Schüler zugänglich. Wenn es Schwierigkeiten gibt, die außerhalb unseres Unterrichts auftreten (während des Unterrichts können sie ja mich fragen), können die Schüler einen Kommentar auf einem Klebezettel hinterlassen. Auf diese Art und Weise möchte ich auch am Ende ein Feedback sammeln.

    So könnte ein Papierblog also aussehen:


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