Bei heise.de bin ich auf eine spannende Diskussion gestoßen. Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger plant, die Schulbücher digital bereitzustellen, um Kosten zu sparen.
Für mich klingt dieser Vorschlag zunächst ganz vernünftig. Die Schulbücher können schnell aktualisiert werden (nicht nur alle 6 Jahre) und Fehler in den Aufgaben können schneller ausgebessert werden. Zudem können die Verlage über Links auf andere Seiten verweisen oder multimediale Texte gestalten. Außerdem erleichtert ein Netbook den Rucksack des Schülers ungemein.
Jedoch sollte man die Nachteile nicht außer acht lassen. Ein Netbook braucht immer Strom („Frau P., ich habe mein Buch vergessen.“ wird zukünftig ersetzt durch „Frau P., ich habe mein Netbook vergessen / mein Akku ist leer.“). Der Schüler muss zunächst ein Netbook haben, die sind ja nicht ganz billig zu haben. Und dann sind die Texte sehr schnell veränderbar, was ich mir bei Geschichtsbüchern nicht unbedingt positiv vorstelle (statt Bücherverbrennung gibts die Datenlöschung oder das STOP-Schild auf Seite 127).
Was meint ihr? Sollten Schulbücher künftig in digitaler Form vorliegen?
Dienstag, 9. Juni 2009 um 23:44 |
Wenn die „Umgebungsvariablen“ stimmen…warum nicht?
Eine verpflichtende, verständliche und praxisorientierte Einführung in die Nutzung der Reader.
Sprich ein Netbook für jede/n „SuS“
Ich sehe das Problem weniger auf Seiten der Schüler, als vielmehr der Lehrer. Wenn der Lehrer so technikaffin ist, dass er produktiv damit umgehen kann und die Anwendung von eBooks einen Mehrwert bringt, gerne. Wenn sich die Anwendung auf das Datei öffnen, suchen der richtigen Seite (bestenfalls steht der Lehrer noch mit der Printausgabe am Pult) und das Vorlesen beschränkt nicht.
Mittwoch, 10. Juni 2009 um 7:21 |
Naja, auch bei „normalen“ Büchern soll der Lehrer schon mehr tun können als das Buch aufzuschlagen und daraus vorzulesen, nämlich ein Tafelbild dazu zu erstellen, zusätzliche Übungen bereit zu halten etc.
Wenn man dieses Buch mit dem interaktiven Whiteboard verkabelt, könnte man schnell ein paar dynamische Graphiken zeigen, was m.E. noch keinen größeren Aufwand darstellt als ein Tafelbild. Im Gegenteil, außerdem fallen die berüchtigten Kreidefinger weg.
Und mit Präsentationssoftware umzugehen gehört zum Standardrepertoire eines jeden Referendars.
Das größte Problem, das ich bisher mit Computern kennengelernt habe, ist die Technik an sich. Wenn das Internet nicht funktioniert, oder der PC immer abstürzt oder gar nicht erst startet, dann hat der Lehrer ein Riesenproblem, auf das er zu wenig vorbereitet ist.