Samstag, 17. Oktober 2009
Wie würdet ihr einen Fächer im Unterricht einsetzen? Ich weiß noch nicht, wie, und auch noch nicht, wann, aber ich weiß, dass ich den Fächer im Unterricht benutzen werde, wenn nicht sogar basteln lasse. Mal sehen, 5. Klasse Mathe, Wiederholungsaufgaben. Jeder schreibt ein paar Aufgaben auf und heftet die zusammen. Jeweils mit einer kurzen Rechenanleitung. Oder Klasse 9, Potenzen, vor allem die Potenzgesetze. Denen könnte das aber schon zu kindisch vorkommen. Hmmm… Klasse 6, Französisch. Substantive, Verben und direkte Objekte sammeln und dann Sätze bilden lassen… da scheint mir aber so ein Fächer zu viel Aufwand für ein paar Sätze. Für die Oberstufe wäre das ideal, für ein Résumé einen Fächer zu erstellen, das wäre dann ein übersichtlicher Spicker. Aber das sind ja auch nur spontane Gedanken. Den Fächer finde ich jetzt schon genial. Da fällt mir ein, es gab doch mal ein Quizspiel (Ravensburger?), bei dem ein Seil von einer Antwort zur nächsten gespannt wurde, und mit Hilfe des so gebildeten Musters konnte man seine Antworten auf der Rückseite überprüfen… Eine sinnvolle Erweiterung für diesen Fächer?

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Verfasst von ixsi
Sonntag, 27. September 2009
Ich liebe Bücher. Mein Verlobter erklärt mich zwar jedes Mal für verrückt, wenn ich mir schon wieder ein neues Buch bestellt habe, aber ich kann einfach nicht anders. Und ich hoffe, in den Ferien Zeit für die ein oder andere Lektüre zu haben. Im Moment lese ich „Le voyage d’Hector“ von François Lelord und „Der Hund, der Eier legt“ von Beck-Bornholdt und Dubben. Ersteres natürlich auf französisch. Das Buch handelt davon, dass sich ein Psychiater auf die Reise macht, um eine Antwort auf die Frage zu finden: „Was ist Glück?“ Als Schullektüre ist es desewegen schon zu empfehlen, weil es in einer einfachen Sprache, wie für Kinder, geschrieben wurde. Dadurch erinnert es an „Le petit Prince“.
Das zweite Buch handelt von Fehlern und problematischen Aussagen in Statistiken. Die Autoren, beide Mediziner und Dozenten an der Uni Hamburg, berichten unter anderem von falsch durchgeführten Tests und falschen Eindrücken, die durch eine merkwürdige Veröffentlichungspraxis entstehen. Ein weiteres Buch der beiden habe ich mir für die Ferien vorgenommen, nämlich „Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit“. Ebenfalls in die Rubrik Mathe-Bücher gehört dann auch „So lügt man mit Statistik“ von Krämer. Ein paar Ausschnitte habe ich an der Uni für ein Seminar gelesen. Ich halte manches davon auch für die Oberstufe geeignet, weil man dadurch eben das typische Aufgaben-Rechnen verlässt und sich mit der gängigen wissenschaftlichen Praxis auseinandersetzt. Manchmal ist es erschreckend, was da passiert!
Gestern segelte noch „Einführung in die Krytographie“ von Buchmann auf meinen Schreibtisch. Krytographie und Kryptoanalyse beschäftigen mich neuerdings, seit ich in den Sommerferien „Codes“ von Simon Singh gelesen habe, ein faszinierendes Buch, wie ich finde.
Aber damit meine Ferien nicht nur aus einem halben Mathestudium bestehen, gibts noch zwei „normale“ Bücher. Als erstes „Chagrin d’école“ von Daniel Pennac. Nach mehreren Jugendbüchern, die ich von ihm gelesen habe, möchte ich ihn auf meinem Bücherregal nicht mehr missen, als da stehen: „Comme un roman“, „La débauche (letztes Jahr mit einer 11. Klasse gelesen), „L’oeil du loup“ und „Kamo – L’Agence Babel“. Und außerdem „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann, das mittlerweile zur Basislektüre im Deutschunterricht avanciert ist. Als das Buch vor ein paar Jahren erschien, las ich einen Ausschnitt daraus bei amazon und hielt es für etwas platt geschrieben. Nun gebe ich dem Buch eine zweite Chance.
Aber angesichts der Stapel von Klassenarbeiten, die zu Beginn der Ferien in meinem Zimmer liegen werden, werde ich kaum mehr als zwei dieser Bücher schaffen. Ich werde dann aber darüber berichten.
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Verfasst von ixsi
Sonntag, 24. Mai 2009
Wenn jemand ein Buch auf deutsch schreibt, dessen Muttersprache nicht deutsch ist, so wird der Text üblicherweise so korrigiert, dass bei der Veröffentlichung des Buches keine Grammatik-, Rechtschreib- oder sonstige Fehler darin enthalten sind.
Bei diesem Buch ist das anders. Nathalie Licard kennt man als die Französin aus der ‘arald Schmidt Show. In diesem Buch erzählt sie mit ihrem charmanten Accent, wie sie nach Deutschland kam, hier die deutsche Sprache erlernte und Freunde und Arbeit fand. Sie berichtet von Fehlern, die sie in der deutschen Sprache begeht, aber auch, wie sie versucht, diese zu umschiffen. Sie vergleicht die deutsche und die französische Sprache, versucht Wörter in die jeweils andere Sprache zu übertragen. Wo ihr dies nicht gelingt, kreiert sie einfach ein neues Wort.
Dieses Buch zeigt einen heiteren Zugang zum Fremdsprachenlernen. Vor allem, weil es nicht in korrektem Deutsch geschrieben, sondern nur vorsichtig überarbeitet ist, so dass Grammatikfehler und falsche Syntax regelmäßig auftauchen. Man merkt es diesem Buch an, dass es der Stil ist, in dem die Autorin tatsächlich denkt. Und man versteht sie trotzdem! Daher ist dieses Buch besonders geeignet, um über das Fremdsprachenlernen einmal nachzudenken. Es gibt denjenigen Hoffnung, die meinen, sie könnten niemals eine Fremdsprache richtig sprechen. Denn Fehler dürfen gemacht werden, Fehler gehören zum Lernen dazu, aber sprachliche Korrektheit ist nicht das Wichtigste beim Sprechen.
Und so ganz nebenbei erhält man einen Blick hinter die Kulissen der ‘arald Schmidt Show und der Filmfestspiele in Cannes.
Nathalie Licard. Ich bin gespannt wie gekochtes Gemüse: Eine Französin in Deutschland. Kiepenheuer & Witsch 2008.
172 Seiten
ca. 8 Euro (amazon.de)
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Verfasst von ixsi
Samstag, 6. Dezember 2008
… habe ich in Jochens Blog gefunden und gelesen. Und es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Der Inhalt ist kurz dargestellt: Schiefer, ein ehemaliger Lehrer, der mit einem Bekannten gerne Schach spielt, nimmt einen jungen, motivierten Lehrer bei sich auf. Um herauszufinden, warum er selbst in der Schule gescheitert ist, beginnt er ein Experiment: gemeinsam mit seinem Schachpartner, einem Privatdetektiv, beobachtet und notiert er akribisch das Verhalten seines Mitbewohners, dessen Idealismus ihm schon bedenklich vorkommt.
Das Buch ist witzig geschrieben, die Monologe sind wortreich und sehr bildhaft. Es ist herrlich, wie Schiefer vom Privatdetektiv beobachtet wird, während dieser den Untermieter belauert. Und Schiefers Leben erhält wieder einen Sinn.
Das sind 17,90€, die sich lohnen.
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Verfasst von ixsi
Donnerstag, 7. August 2008
Nein, es handelt sich bei diesem Titel um eine Grammtikübung, sondern um ein Buch der Autorin Geva Caban.
Die Handlung ist kurz erzählt: Ein Mädchen schreibt in den Ferien, die sie mit ihren Eltern am Strand verbringt, jeden Tag einen Brief an einen Jungen, den sie liebt. Nur leider antwortet er ihr nicht, so dass sie beginnt, ein Tagebuch zu führen.
Das Buch ist sehr kurzweilig, weil zum einen die Briefe sehr kurz sind und sich auf den ersten 50 (von insgesamt 80) Seiten, die von den Briefen handeln, auf jeder zweiten Seite eine ganzseitige Illustration befindet. Zum andern ist es in einer noch ziemlich kindlichen Sprache geschrieben, die Sätze sind kurz, das Vokabular einfach. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Form. Daher ist das Buch für (francophone) Kinder ab 9 Jahren empfohlen. Für den Französischunterricht eignet sich meiner Meinung nach das Buch ab Ende des 3. Lernjahres. Von der Grammatik her sollten das futur simple und das conditionnel I schon bekannt sein. Als Wortschatzthemen seien les vacances, ecrire une lettre/un article pour le journal intime und l’amour genannt. Der große Vorteil dieser Lektüre ist aber immer noch die Kürze, so dass man (und hier meine ich vor allem den Französischlernenden) relativ schnell ein ganzes Buch im Original erfolgreich gemeistert hat.
Geva Caban. Je t’écris, j’écris. Editions Gallimard Jeunesse 1995. ca. 6,50 EUR (amazon.fr)
Nachtrag: In der FUF 24 (1996) „Längere Texte – Langeweile?“ wird das Buch im Basisartikel aufgegriffen und es werden Beispiele für Aufgaben für eine schwache 11. Klasse vorgestellt. (Nebenbei bemerkt finde ich den gesamten Basisartikel sehr lesenswert, weil er sehr viele praktische Beispiele enthält, wie man Textarbeit interessant gestalten kann.)
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Verfasst von ixsi