Ferienlektüre

Sonntag, 27. September 2009

Ich liebe Bücher. Mein Verlobter erklärt mich zwar jedes Mal für verrückt, wenn ich mir schon wieder ein neues Buch bestellt habe, aber ich kann einfach nicht anders. Und ich hoffe, in den Ferien Zeit für die ein oder andere Lektüre zu haben. Im Moment lese ich „Le voyage d’Hector“ von François Lelord und „Der Hund, der Eier legt“ von Beck-Bornholdt und Dubben. Ersteres natürlich auf französisch. Das Buch handelt davon, dass sich ein Psychiater auf die Reise macht, um eine Antwort auf die Frage zu finden: „Was ist Glück?“ Als Schullektüre ist es desewegen schon zu empfehlen, weil es in einer einfachen Sprache, wie für Kinder, geschrieben wurde. Dadurch erinnert es an „Le petit Prince“.
Das zweite Buch handelt von Fehlern und problematischen Aussagen in Statistiken. Die Autoren, beide Mediziner und Dozenten an der Uni Hamburg, berichten unter anderem von falsch durchgeführten Tests und falschen Eindrücken, die durch eine merkwürdige Veröffentlichungspraxis entstehen. Ein weiteres Buch der beiden habe ich mir für die Ferien vorgenommen, nämlich „Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit“. Ebenfalls in die Rubrik Mathe-Bücher gehört dann auch „So lügt man mit Statistik“ von Krämer. Ein paar Ausschnitte habe ich an der Uni für ein Seminar gelesen. Ich halte manches davon auch für die Oberstufe geeignet, weil man dadurch eben das typische Aufgaben-Rechnen verlässt und sich mit der gängigen wissenschaftlichen Praxis auseinandersetzt. Manchmal ist es erschreckend, was da passiert!
Gestern segelte noch „Einführung in die Krytographie“ von Buchmann auf meinen Schreibtisch. Krytographie und Kryptoanalyse beschäftigen mich neuerdings, seit ich in den Sommerferien „Codes“ von Simon Singh gelesen habe, ein faszinierendes Buch, wie ich finde.

Aber damit meine Ferien nicht nur aus einem halben Mathestudium bestehen, gibts noch zwei „normale“ Bücher. Als erstes „Chagrin d’école“ von Daniel Pennac. Nach mehreren Jugendbüchern, die ich von ihm gelesen habe, möchte ich ihn auf meinem Bücherregal nicht mehr missen, als da stehen: „Comme un roman“, „La débauche (letztes Jahr mit einer 11. Klasse gelesen), „L’oeil du loup“ und „Kamo – L’Agence Babel“. Und außerdem „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann, das mittlerweile zur Basislektüre im Deutschunterricht avanciert ist. Als das Buch vor ein paar Jahren erschien, las ich einen Ausschnitt daraus bei amazon und hielt es für etwas platt geschrieben. Nun gebe ich dem Buch eine zweite Chance.

Aber angesichts der Stapel von Klassenarbeiten, die zu Beginn der Ferien in meinem Zimmer liegen werden, werde ich kaum mehr als zwei dieser Bücher schaffen. Ich werde dann aber darüber berichten.


Prix des lycéens allemands

Sonntag, 1. Juni 2008
Vor Kurzem hatte ich zwei Zettel in meinem Fach. Auf dem einen fand ich eine Kurzinfo, dass Schüler für die Teilnahme am Prix des lycéens allemands gesucht werden. Dieser Preis orientiert sich am Prix Goncourt des lycéens, ist also, wie der Name sagt, wie der Prix Goncourt (wichtigster Literaturpreis in Frankreich, im November, pünktlich zum Weihnachtsshopping verliehen) ein Literaturpreis, der von Schülern verliehen wird. Die Teilnahme am Prix des lycéens allemands besteht darin, dass deutsche Schüler aus 5 französischen zeitgenössischen Jugendbüchern das beste auswählen, der Autor erhält als Preis 5000€. Organisiert wird das Ganze vom Bureau du livre de jeunesse. Finde ich ja wunderbar, da kann ich doch meine 11. noch kurz vor den Sommerferien etwas motivieren. Das Anmeldeformular war das zweite Blatt.

Soweit so gut. Die Infos hören dann allerdings damit auf, dass man weitere Infos unter kultur.frankreich.de findet.

Leider gibt es dort nur die Infos zum Prix 2008 und noch nicht zum Prix 2009. Nach etwas googeln fand ich zwar auf dem Hamburger Bildungsserver noch ein Infoblatt, auf dem wenigstens die Bücher erwähnt werden. Und das ist zur Zeit noch die einzige Möglichkeit, etwas anderes zu erfahren. So weiß ich jetzt immerhin, was meine 11. erwartet (sofern sie daran teilnimmt):

• Alors, partir ? de Julia Billet, Editions du Seuil, Collection Karaktères, 108 pages
• Chevalier B. de Martine Pouchain, Editions Sarbacane, Collection Exprim, 202 pages
• Rester vivante de Catherine Leblanc, Editions Acte Sud Junior, 112 pages
• La mémoire trouée d’Elisabeth Combres, Editions Gallimard, Collection Scripto, 128 pages
• Rouge métro de Claudine Galea, Editions du Rouergue, Collection DoAdo Noir, 112 pages

Die Bücher gibts bei Klett im Paket (je eins der 5 Bücher) für 43,95€, für den Lehrer jeweils ein Exemplar umsonst.


Aufgegriffen

Dienstag, 12. Februar 2008