Wieder zurück!

Frau Peters meldet sich zurück aus der Internetlosen Zeit. Hilfe, war das ungewohnt. Aber zu tun gabs genug. Ich bin nämlich umgezogen. Da ich eine Stelle in Niedersachsen angetreten habe, war der Umzug von der nördlichen Seite der Elbe auf das Gebiet südlich der Elbe notwendig geworden (jeder, der einmal Montag morgens vorm Elbtunnel stand, weiß, wovon ich rede). Die Wohnung vergrößerte sich, und damit auch mein Büro. Leider verlief unser Umzug schneller als der Telefonanschluss, und so musste ich eine Woche ohne auskommen.

Inzwischen bin ich also nicht mehr Referendarin, sondern Junglehrerin. Ich übernehme eine 7. Klasse als Klassenlehrerin und bin schon sehr aufgeregt. Morgen werde ich mein neues Kollegium kennenlernen, denn da findet eine Konferenz statt. Und übermorgen sind meine (diesmal definitiv viel zu kurzen) Ferien zu Ende und ich stehe das erste Mal vor meiner Klasse, vor einer ganzen Reihe völlig unbekannter Gesichter. Mein Pensum erhöht sich um 150%, das werde ich aber erst so richtig in zwei Wochen spüren, denn die erste halbe Woche zählt nicht, und in der Woche darauf finden Projekte statt.

Während meiner Internetabstinenz habe ich das hiesige Fernsehprogrammangebot durchforstet. Und tatsächlich, ich kann wieder TV5 tagsüber sehen! In meiner SH-Zeit konnte ich das nur ab 20 Uhr empfangen. Aber nun habe ich eine wunderbare Sendung entdeckt, die sich mit interkulturellen Themen befasst. „Pure laine“ handelt von Dominic, einem haitianischen Immigranten in Québec, der sich immer wieder unterschiedliche Fragen zum Zusammenleben der verschiedenen Kulturen in Québec stellt. So wird er von einer Klasse wegen seiner Hautfarbe mit Schimpwörtern bombardiert, die er eins nach dem andern aber widerlegt. Dabei sieht die vorbeikommende Schulleiterin diese Wörter an der Tafel und weist ihn darauf hin, dass die Schüler solche Wörter auf keinen Fall sagen dürfen. Auf seine Frage, wie sie ihn denn bezeichnen würde, verwendest sie offensichtlich fadenscheinige Begriffe, die zeigen, wie peinlich berührt sie durch diese Frage ist. Dies erzählt Dominic mit einer Mischung aus Amusement und Nachdenklichkeit, mit erfundenen Geschichten über die beste Freundin seiner Frau oder seinen Arzt, den er zum Hausmeister umdichtet. Man erfährt über besondere Eigenarten der Kanadier, den Umgang mit dem typischen Winter, Vorurteile gegenüber Anderen, die diese sogar bestätigen wollen. Für Schüler ist die Serie leider nur bedingt geeignet. Das liegt aber nicht an den Themen, sondern an dem kanadischen Akzent, der wirklich sehr gewöhnungsbedüftig ist. Der haitianische Dialekt Dominics ist dagegen sehr gut zu verstehen. Aber zum Glück gibt es auch französische Untertitel, so dass der Inhalt nicht schwer zu verstehen ist.

Trotzdem bin ich froh, e-mails, Foren und feeds endlich wieder lesen zu können. Und zu dieser Lektüre kehre ich nun wieder zurück.

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2 Responses to Wieder zurück!

  1. scheppler sagt:

    Welcome back… und guten Start mit den 7ern.

  2. Bärchen sagt:

    Schimpfwörter schreibt man aber mit F :]

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