Faslaaaaaam!

Hier in der Gegend neigt man dazu, Faslam zu feiern. Fast jedes Dorf hat seinen Faslamsverein. Das Prinzip ist ähnlich wie Fasching: Wagen werden geschmückt, man verkleidet sich und teilt Bonsches und Alloholisches aus. Seinen Ursprung hat dieser Brauch nicht bei den Katholiken, die die letzten Tage vor dem Fasten feiern, sondern bei den Bauern, die ihren Knechten und Mägden einmal im Jahr nach der Ernte, wenn außer Schlachten nicht viel zu tun ist, ein paar Tage im Januar oder Februar (also nicht unbedingt direkt vor der Fastenzeit) frei geben, um sich zu erholen (und um den Winter zu vertreiben). Die freigestellten Arbeiter wanderten nun zu allen Höfen, um dort Essen und Getränke zu schnorren, die Bauern hatten ja reichlich. Auch heute wird einige Zeit vor dem Umzug gesammelt. Und dann wird ungefähr eine Woche intensiv gefeiert.

Natürlich gibt es zum Faslam auch das passende Faslamslied:

Und alle Faslamsbrüder,
leben so wie ich und du,
alle Faslamsbrüder leben so wie ich.
Sie legen sich besoffen nieder,
stehen auf und saufen wieder,
alle Faslamsbrüder leben so wie ich.
Hoch das Bein, die Schweinepreise steigen.
Hoch das Bein, das Vaterland soll leben.
Solang wie de Mors in de Büx noch passt,
wird keine Arbeit angefasst.
Solang wie de Mors in de Büx noch passt,
wird keine Arbeit angefasst.
FASLAM!

(de Mors = der Hintern; de Büx = die Hose)

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