Eine ungeplant gute Fortbildung

Vor kurzem war SchiLf an unserer Schule. Die Schülerinnen und Schüler haben gearbeitet (Girls‘ Day bzw. Zukunftstag) und die Lehrer wurden wieder zu Schülern erweiterten ihre pädagogischen Kompetenzen. Unter anderem sollte eine Einführung in das Interaktive Whiteboard (IWB) stattfinden. Leider fiel der entsprechende Referent aus. Doch ein Lehrer, der zwar auch nur wenige Male damit gearbeitet hatte, stellte sich spontan für eine Einführung zur Verfügung.

Ich habe in dieser Veranstaltung ausgesprochen viel gelernt:
1. Die Technik funktionierte zu Beginn nicht sofort. Nun weiß ich, dass die Ursache die Steckdose, die Kabel oder der falsche USB-Anschluss sein können.
2. Die Einführung bestand aus „Ich weiß das auch nicht so genau, wir probieren es einfach mal aus und sehen, was passiert.“ Nun kann ich Bilder einfügen und beschriften, sie verkleinern und in die Ecke oder die Mülltonne werfen, geometrische Objekte per Hand zeichnen und vom IWB bereinigen lassen, Texte markieren und wegradieren, Text teilweise erscheinen lassen, die Folien als pdf oder doc-Datei speichern, ppt-Dateien importieren und verändern.
3. „Kann man damit auch…“ ist eine tolle Aufforderung, den Einsatz des IWB zu testen und auf die eigene Unterrichtspraxis hin zu überprüfen.

Nicht durchgeführt habe ich Lückentexte und Puzzle erstellen, eine multimediale Lernumgebung durch gleichzeitiges Einbinden von Bildern, Musik, Text und Videos in einer Folie schaffen, diverse Rätsel formuliert.

Vielleicht hätte der ursprünglich geplante Referent uns derartige Dinge gezeigt („Und schauen Sie mal, welch tolle bunte Präsentationen man damit zeigen kann und wie die Schüler sich an den Spielen erfreuen können!“). Mir hat diese Fortbildung aber Hoffnung gegeben, das IWB in meinem regulären (!) Unterricht (ich bin mit einer 6. Klasse in Französisch für diesen Raum eingeteilt) als Präsentationsgegenstand wie selbstverständlich nutzen zu können und zwar indem
– ich Folien nicht mehr auf dem OHP zeige
– Bilder gezeigt und beschriftet werden (Stichwort Wortschatzeinführung)
– Tonaufnahmen mit passenden Bildern gezeigt werden können

Als ganz normales Werkzeug eben. Dazu muss das IWB aber auch für mich normal werden.

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2 Responses to Eine ungeplant gute Fortbildung

  1. Ralf sagt:

    Hallo Jessica,

    ich glaube ohnehin, dass man mit Trial & Error und ausreichend Neugier mehr lernen kann als durch Einführungen von „Profis“. Das Problem ist häufig, dass das Einlassen auf unbekannte Werkzeuge nicht so bequem und Zeitökonomisch erscheint. Der Lernerfolg aber, glaube ich, deutlich höher sein und rechtfertigt den Aufwand.

    Grüße aus Hamburg,
    Ralf

  2. […] IWB – ein ganz normales Arbeitsgerät? Vor ein paar Monaten berichtete ich von einer überraschend guten Fortbildung zum Einsatz des IWB. Infolgedessen plante ich, das IWB in […]

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