Saint-Malo 2011

Eine Woche lang hat es mich in die Bretagne, nach Saint-Malo, verschlagen. Geplant war, am Strand zu liegen, im Atlantik zu baden, zwischendurch etwas zu essen und gelegentlich den Ort zu besichtigen.

Die Sache mit dem Strand und dem Baden konnten wir knicken. Aber wir waren damit nicht die einzigen, im Fernsehen wurden Hoteliers der gesamten Atlantikküste gezeigt, die aufgrund des schlechten Wetters mit 30% weniger Besuchern rechneten.
Kurz: Das Wetter fing ganz bretonisch mit grauem Himmel an, steigerte sich ab und zu auf einen kleinen Regenschauer, zeigte sich am Nachmittag von seiner blauen Seite und umwehte durchgehend kühl unsere Nasen.

So konnten wir auch unsere Bekleidung alle 5 Minuten zwischen T-Shirt, Pullover und Jacke mit Schal(!) wechseln.

Highlights der Reise:
– Saint-Malo intra-muros: Saint-Malo ist eine Korsarenstadt, und als solche muss man sich gut verteidigen. Den Altstadtkern umringt daher eine Mauer, auf der man ca. 1 Stunde spazierengehen, den Atlantik und ein paar Felsen im Wasser beobachten und Statuen von wichtigen Persönlichkeiten der Stadt (Chateaubriand, Jacques Cartier) sehen kann.
– Essen und Trinken: Neben typisch französischen Getränken wie Orangina (wie Fanta, nur besser!), Kir und Calvados auch bretonisches Bier und Cidre probiert. Gegessen habe ich unter anderem Galette (ein Crêpe aus Buchweizenteig und mit herzhaftem Belag), Muscheln (gibt es dort kiloweise) und einem Apfelkuchen, von dem ich mir leider nicht den Namen notiert habe.
– die Strandpromenade
– die Schoko-Läden in Intra-muros, vor geliertes Obst auf Schokolade kaufen kann.
– Fernsehen auf französisch: „Asterix der Gallier“, „Fort Boyard“, „Pyramide“ und „Der Preis ist heiß“. Und eine Szene aus „Harry Potter und der Feuerkelch“, macht den Film aber nicht besser.
– Unterkunft: 2 Zimmer, Garten (mit Hund), und ein richtig tolles Frühstück, unter anderem mit Brioche (frisch getoastet) und Frais de Saint-Malo (gesüßter Frischkäse, ähnlich wie Quark).

Negatives:
– Foie Gras schmeckt nicht.
– Der Mont Saint-Michel ist zwar von weitem gesehen sehr imposant. Wenn man dann allerdings den einzigen Weg, der nach oben führt, durchläuft und nur Touristen vor, neben und hinter sich hat und sich Touristenläden und -restaurants aneinanderreihen, vergeht einem die Lust, sich noch für 8€ pro Person die Abtei anzusehen.

Erkenntnisse:
– Eine Stunde zum Umsteigen vom Gare du Nord zum Gare de Montparnasse ist verdammt wenig Zeit, besonders wenn man sich erst noch in der Taxireihe am Gare du Nord anstellen muss. Mit der Metro ist es aber auch nicht besser, da die Metrostation am Gare de Montparnasse noch etwa 700m vom eigentlichen Bahnhof entfernt ist. Dafür ist dazwischen ein beeindruckendes Metro-Alphabet (Z comme „Zazie dans le métro“) auf der Roll“treppen“strecke.
– „Alle großen Franzosen waren kleine Leute.“
– Merke: „Terrine“ bedeutet nicht immer Terrine. In Verbindung mit Foie gras kann es auch „Pastete“ heißen.
– Es gibt einen Touripass für 1€ im Office de Tourisme, der bietet allerdings so gut wie nichts umsonst. Aber einige Vergünstigungen, so z.B. ein Tagesticket für den Bus (1 Person 2,50€, 2 Personen 5€).

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