Lange Nacht der Mathematik – Teil 2

Um 18 Uhr begann der Wettbewerb nach einer kurzen Ansprache der Mathelehrer. Dann richteten sich die mehr als 80 Schüler in ihren Arbeitsräumen ein und begannen mit den Aufgaben. Gegen 22 Uhr dann der erste Erfolg: unsere Benjamin-Gruppen sind eine Runde weiter. Eine Stunde später auch Jubel bei den 9.- und 10.-Klässlern, die die 1. Runde geschafft hatten. Unruhe gab es bei den 7.- und 8.-Klässlern, die mit 2 Aufgaben erhebliche Probleme hatten und fast schon aufgeben wollten. Doch nach diversen Rückmeldungen auch aus anderen Schulen reagierte die Wettbewerbsleitung in Neumünster und strich die fehlerhaften Aufgaben, so dass sich auch diese Stufe um kurz vor Mitternacht darüber freuen konnte, in die 2. Runde gekommen zu sein. Dafür verlief die 2. Runde hier wesentlich leichter. Mit Hilfe ihrer Kenntnisse aus dem Matheunterricht (wie uns Mathelehrern hier das Herz höher schlug! 😉 ) waren sie schon eine halbe Stunde später in Runde 3. Während die ersten beiden Runden noch als gesamte Stufe zu absolvieren war, mussten sie nun in ihren Teams weiterarbeiten. Für die Benjamin-Gruppe war um Mitternacht Schluss in der Schule, sie konnten aber an den letzten drei von 10 Aufgaben noch von zu Hause aus weiterarbeiten. Die 11. Klasse hatte inzwischen auch die 2. Runde erreicht. Der Erfolg aus den ersten beiden Runden hielt in der Mittelstufe noch etwas an, doch gegen 2 Uhr machte sich hier Müdigkeit breit. Nun wurde abwechselnd geschlafen, durch die Gänge spaziert und weitergerechnet. Schließlich konnten die meisten Teams ihre Lösungen heute morgen einscannen und bis um 8 Uhr nach Neumünster mailen.

Zwischendurch gab es eine Pizzabestellung (solche Freude über eine Großbestellung habe ich noch nie erlebt!) und Würstchen sowie Wasser und Cola, zusätzlich zu den mitgebrachten Energydrinks, Chips und Schokoladenkeksen.

Die Atmosphäre während der gesamten Nacht war grandios. Wie die Schüler verbissen an den Aufgaben arbeiteten, in Formelsammlungen nachschlugen und immer wieder neue Lösungswege ausprobierten, stand sehr im Gegentz zum normalen Matheunterricht, der mit dem Gong anfängt und endet.

Aber auch die Technik spielte dieses Jahr mit. Der Wettbewerbsserver hielt dem Ansturm statt, als alle die Aufgaben der ersten Runde runterladen und ausdrucken wollten. Es gab keine Spielverderber, die Hackerangriffe auf den Server ausführten, jedenfalls haben wir hier nichts davon mitbekommen. Lösungen konnten immer eingegeben werden, allerdings ließ sich die 10-Minuten-Sperre leicht mit dem „Eine Seite zurück“-Button im Browser umgehen.

Nun ist sie vorbei, die Lange Nacht. Ich spüre sie jetzt noch: ich bin müde und verspannt. Aber am Montag werden die Schüler, die dabei waren, die Helden sein, die jede Aufgabe natürlich ganz alleine gelöst haben und ohne ein Nickerchen zu machen durchgearbeitet haben. Und sie wollen alle nächstes Jahr wieder dabei sein, bei der Langen Nacht der Mathematik 2012.

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