till 2012 – Ein erster Bericht

Am Mittwoch bin ich nach Bremen zum Tag der Informatiklehrerinnen und -lehrer (till), der von der Gesellschaft für Informatik (GI) veranstaltet wurde, gefahren. Zunächst wurden die ca. 140 (zu etwa 90% männlichen) Teilnehmenden durch den Direktor des LIS und dann durch die Sprecherin der GI, Prof. Dr. Ira Diethelm, begrüßt. Da sich die GI dafür einsetzt, Informatik als Pflichtfach an jeder Schule einzuführen, hatte sie eine Anfrage an den niedersächsischen Kultusminister gestellt. Seine Antwort dazu lautete, dass zunächst das Problem des Physiklehrermangels geklärt werden solle, bevor Informatik mit noch weniger Lehrern dazukäme (im Vergleich: es gibt ca. 1200 Physiklehrer und nur 600 Informatiklehrer in Niedersachsen). Aber um mehr Informatiklehrer zu haben, ist es wichtig, dass Schüler und Schülerinnen Informatik in der Schule lernen, um das Fach dann auch studieren zu wollen. Dafür hat die GI einen Werbefilm erstellt, zu dem wir uns den Trailer ansehen konnten (ehrlich gesagt, so ganz hat er mich nicht überzeugt).

Dann folgte ein Vortrag von Dr. Rainer Ballnus (LIS Bremen) zum „Masterplan Medienbildung: Neues Lernen mit Medien“ in Form eines Prezi. Überhaupt stand Medienbildung an diesem Tag sehr im Vordergrund. Denn im Anschluss gab es einen Vortrag zum Thema „Informatik- und Medienbildung in der Schule“ von Prof. Dr. Jochen Koubek (Uni Bayreuth) und nach der Mittagspause eine andere Sichtweise von Prof. Dr. Andreas Breiter (Uni Bremen) mit dem Titel „Medienbildung-Informatik – Informatische Medienbildung. Von der Unvereinbarkeit zweier bildungspolitischer Ziele?“. Kurz gesagt ging es in diesen Vorträgen darum, wie die Informatik sich als Unterrichtsfach definiert und wie sie von außen gesehen wird.

Neben den Vorträgen gab es aber auch Workshops, von denen ich zwei besucht habe. Der erste trug den Titel „Einstiege in die Algorithmik in der Sek 1 am Beispiel der Automatisierung realer Miniwelten“, den ich richtig klasse fand. Vorgestellt wurden LEGO WeDo, das Arduino-Board und das Picoboard, als Programmierumgebung diente Scratch. Auch dazu werde ich noch einen Artikel verfassen.

Der Workshop (ich würde es eher Vortrag nennen) am Nachmittag hatte die „IT-Sicherheit im Schulalltag“ als Thema. War leider längst nicht so spannend und wirklich auf den Schulalltag ausgerichtet. Es ging hauptsächlich um das Verschlüsseln eigener Dateien (TrueCrypt), das sichere Surfen im Netz (in Form des Add-Ons NoScript) und den Hinweis, dass auch die Maus als Virenträger fungieren kann. Also alles Bereiche, die nicht speziell im Schulalltag gelten. Und auch nicht auf Schüler bezogen, sondern nur auf den eigenen Rechner.

Materialien zu einzelnen Workshops können hier heruntergeladen werden.

Alles in allem war es eine sehr lohnenswerte Fortbildung, denn ich habe viele Ideen für die Planung des zukünftigen Informatikunterrichts an meiner Schule mitgenommen und Infos aus dem Informatikunterricht an anderen Schulen erfahren.

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