Sarkozy und die Lehrer

Donnerstag, 1. März 2012

Sarkozy geht im Wahlkampf um die Präsidentschaft gegen die Lehrer los. Er schlägt vor, dass Lehrer, die freiwillig 26 statt 18 Stunden arbeiten unterrichten, 25% mehr Gehalt bekommen sollen. Da könnte ja der deutsche Lehrer sagen, dass es endlich Gerechtigkeit in der Unterichtsverteilung gibt, der ja auch 23 und mehr Stunden unterrichtet.

Die Sache hat aber zwei Haken:

  1. 8 Stunden mehr unterrichten entspricht einer Erhöhung der Unterrichtsstundenzahl um 44,4%, also deutlich über der Gehaltserhöhung.
  2. Eine französische Unterrichtsstunde entspricht 55 Minuten, eine deutsche nur 45 Minuten. Ein französischer Lehrer mit einer Unterrichtsverpflichtung von 18 Stunden unterrichtet also 990 Minuten, ein deutscher Gymnasiallehrer in Niedersachsen bei einer Unterrichtsverpflichtung von 23,5 Stunden 1057,5 Minuten, d.h. gerade mal eine Stunde mehr. Die Erhöhung um 8 französische Unterrichtsstunden entspricht übrigens einer Erhöhung um fast 10 deutsche Unterrichtsstunden.

Traurig, wenn das Bild vom faulen Lehrer, der nur ein bisschen unterrichtet, in den Wahlkampf hineingetragen wird.


Informatik Macchiato

Samstag, 25. Februar 2012

Ich beschäftige mich gerade damit, wie Informatik an meiner Schule angeboten werden kann und was ich inhaltlich anbieten könnte. Da ist es ganz sinnvoll, sich in die aktuelle Fachdidaktik einzulesen. Dort bin ich auf den Begriff der „fundamentalen Ideen“ gestoßen, was kurz gefasst bedeutet, was das Wichtigste an der Informatik ist. Genaueres werde ich bestimmt in einem späteren Blogbeitrag schreiben, ansonsten kann man sich ja bei Christian Spannagel oder in den Fachdidaktiken informieren.

Einen Überblick über das, was Informatik ist, habe ich jetzt im Buch „Informatik macchiato“ gefunden. Dort werden ganz unmathematisch verschiedene Bereiche vorgestellt: Digitalisierung, Aufbau eines Computers, Automaten, Graphikverarbeitung und Internet und weitere Themen werden unkompliziert und doch mit den notwendigen Fachbegriffen erklärt und an Beispielen aus der Alltagswelt dargestellt. Das Buch richtet sich an Oberstufenschüler und angehende Informatikstudenten. Für Lehrer finde ich es als Ergänzung zur Didaktik geeignet, als das wirklich die wichtigen (und da sind wir wieder bei den „fundamentalen Ideen“) Themen in den verschiedenen Bereichen der Informatik vorgestellt sind, u.a. das Prinzip des „Divide and conquer“. Anmerken möchte ich auch noch, dass nur kurz auf die Programmiersprachen eingegangen wird, aber sonst nirgend ein Code in irgendeiner Programmiersprache im Buch auftaucht. Denn Informatik ist nicht gleich Programmieren.

Einziger Wehrmutstropfen: Das P-NP-Problem habe ich auch mit diesem Buch noch nicht verstanden.

Johannes Magenheim (Autor), Thomas A. Müller (Illustrator): Informatik macchiato – Cartoon-Informatikkurs für Schüler und Studenten. Pearson Studium (2009). 206 Seiten. Preis: ca. 16,95 €.


Google Doodles

Mittwoch, 23. März 2011

Googles hat gerade seine Doodles patentieren lassen. Meine Lieblingsdoodles habe ich hier zusammengestellt:

MC Escher’s birthday
Gaston Julia’s birthday
Leonardo da Vinci’s birthday
Louis Braille’s birthday
50 Jahre LEGO
Erfindung des Lasers
25th anniversary of Tetris
Samuel Morse’s birthday
50 Jahre Asterix
PI Day
Antoine de Saint-Exupery’s 110 Birthday
PAC-MAN’s 30th Anniversary Doodle


20 minutes

Montag, 1. November 2010

Ich spreche gerade mit meiner 7. in Französisch über das Wetter. Die Schüler haben eigene Wetterberichte zu Frankreich erstellt, und nun sollen diese Wettervorhersagen mit dem tatsächlichen Wetter abgeglichen werden. Dumm nur, dass der Internetzugang über mein Handy nicht funktionierte. Also erstelle ich einen Wetterbericht, den die Schüler verstehen können, der aber möglichst echt französisch ist. Da bietet sich eine kostenlose Zeitung wie 20 minutes, die man online lesen kann, hervorragend an. Die Bilder der Wettervorhersage sind gut zu erkennen, wenn man sie ausdruckt und auch noch auf Folie vergrößert. Man kann auch mit dem kurzen Erläuterungstext ein wenig das Textverstehen üben. Mal sehen, was meine Schüler davon morgen verstehen.

Diese Zeitung bietet sich auch an, wenn man das aktuelle Fernsehprogramm benötigt, um einer 11. einen Einblick in die französische TV-Landschaft zu geben. Oder um französische Werbeplakate kennenzulernen.


Warum Kopfrechnen überlebenswichtig ist

Sonntag, 31. Oktober 2010

Gefunden bei Spiked Math


Doppelt und dreifach

Samstag, 23. Oktober 2010

„Die neue Lehrerin ist so nett – wie eine richtige Mutter“, erzählte die elfjährige Tochter. „Sie sagt immer alles zehnmal. Erst dann muss man es wirklich machen.“


Auch ein blindes Huhn

Samstag, 9. Oktober 2010

Dilbert: Poem

Das Infinite-Monkey-Theorem, über das ich heute bei Spiked Math gestolpert bin, stellt anschaulich das Borel-Cantelli-Lemma aus der Wahrscheinlichkeitstheorie dar: Wenn eine Gruppe von Affen unendlich viel Zeit hat und auf einer Schreibmaschine tippt, wird sie irgendwann auch das gesamte Werk Shakespeares getippt haben. Eine literarische Ausarbeitung dieser Theorie findet man bei Jorge Luis Borges in der „Bibliothek von Babel“ (die wiederum als Vorlage für Umberto Ecos „Der Name der Rose“ diente), in der alle Bücher, die man schreiben/tippen kann, aufgereiht sind, so dass sich unter ihnen auch das eine Buch befindet, das alle Wahrheiten enthält. Erst suchen die Menschen nach diesem Buch, doch dann müssen sie akzeptieren, dass diese Buch zwar existiert, sie es aber kaum finden werden. Letztendlich bleibt nur die Gewissheit, dass die Bibliothek die Menschheit überdauern wird.


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