Ein Papierblog

Freitag, 22. Juni 2012

Für meine nächste und letzte Unterrichtseinheit in Französisch sollen die Schüler ein Märchen aus verschiedenen Perspektiven schreiben. Drei bis vier Schüler bilden eine Gruppe, die gemeinsam die Geschichte entwirft, jeder schreibt jedoch die Geschichte aus seiner (Rollen-)Sicht. Die Geschichte wird auf einem Papierblog (un blog en papier) gesammelt. Gegenüber einem digitalen Blog hat dies den Vorteil, dass diese den bekannten Plakaten entsprechen und ich keine Erlaubnis der Eltern benötige. Anders als bei den Plakaten steht hier auch die Entwicklung der Geschichte und ihre Kommentierung mit im Vordergrund.

Material:

– Flipchartpapier als Hintergrund, der kreativ gestaltet werden kann

– buntes Papier, auf A5 geschnitten, für die Artikel

– Klebezettel für die Kommentare

– Tesafilm, um alles zu befestigen

 

Am Wochenende fertige ich mein Papierblog an, auf dem alles Organisatorische (Vokabeln, Aufgaben, Beispielartikel,…) zu finden ist. Daran werde ich auch die Blogvokabeln erklären:

der/die/das Blog – le blog (= un journal de bord sur le web)

der Blogger, die Bloggerin – le blogueur, la blogueuse

der Blogtitel – le titre du blog

der Blogpost – l’article (m.)

der Post-Titel – le titre de l’article

der Autorenname – le nom de l’auteur

das Erscheinungsdatum – la date de parution

die Sidebar – la barre latérale

die Blogroll – la blogoliste

der Kommentar – le commentaire

der Link – le lien

der Tag (=Stichwort) – le mot-clé

der Icon – l’icône (f.)

das Bild – l’image (f.)

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E-Mails an Posterous-Blogs

Samstag, 2. Juni 2012

Ich schreibe Beiträge für meinen posterous-Blog gerne per E-Mail, weil ich dafür nicht erst die posterous-Seite öffnen und den entsprechenden Link finden muss, um einen Post zu verfassen. Um den Blogbeitrag dann zu gestalten, hilft es, ein paar HTML-Befehle zu kennen.

Wörter fett, kursiv oder unterstrichen schreiben:

  • fett: <b>Hier steht fetter Text.</b>
  • kursiv: <i>Hier steht kursiver Text.</i>
  • unterstrichen: <u>Hier steht unterstrichener Text.</u>

Links einfügen (der Link muss dabei in Anführungszeichen stehen):

<a href=“http://mathe-gr.posterous.com/“>Link zu meinem Mathe-Kursblog</a>


Les fleurs du Plantarium

Montag, 28. Mai 2012

Vor einigen Wochen habe ich mir zwei Plantarien bestellt. Das sind kleine Gewächshäuser, in denen die Samen nicht mit Erde, sondern mit Gel aufgezogen werden. Alles hat bisher super funktioniert, alle Samenarten sind gekeimt, einige konnte ich bereits umtopfen. Dumm nur, wenn man vergessen hat, sich die Namen der Pflanzen zu merken. Nun geht also die Pflanzenbestimmung los. Die Melone macht es mir leicht, ihre Größe und Blüten sind unverkennbar.

Auch Basilikum konnte ich leicht erkennen und riechen.

Die dritte Pflanze konnte ich bisher nicht bestimmen wurden als Tomaten identifiziert.

P.S.: Wollte die Bildergröße verändern und hab dabei aus Versehen gleich den ganzen Post gelöscht. Hmpf!


Aufgabenfelder in der Schule

Donnerstag, 24. Mai 2012

Während meines letzten Moduls zur Informatikdidaktik wurden wir auf eine ungleiche Verteilung der Aufgabenfelder zugunsten der Sprachen und Künste und zu Lasten der Naturwissenschaften (insbesondere Informatik) hingewiesen. Dies wollte ich nun nachprüfen.

 

Alle Unterrichtsfächer (außer Sport) sind einem Aufgabenfeld zugeordnet, jedes Aufgabenfeld muss in den Abiturprüfungen abgedeckt sein:

Aufgabenfeld A: sprachlich-künstlerischer Bereich

Deutsch, Fremdsprachen, Kunst, Musik, Darstellendes Spiel

Aufgabenfeld B: gesellschaftswissenschaftlicher Bereich

Geschichte, Erdkunde, Politik-Wirtschaft, Religion/Werte und Normen (in anderen Bundesländern Ethik, Philosophie, …)

Aufgabenfeld C: mathematisch-naturwissenschaftlicher Bereich

Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik

 

Und so sieht die prozentuale Verteilung der Stunden auf die Aufgabenfelder in Niedersachsen nach Stundentafel 2 (d.h. ohne Wahlpflichtfächer) aus (Sport fehlt hier):

Man erkennt, dass das Aufgabenfeld A teilweise über 50% der Stunden beinhaltet, während die Aufgabenfelder B und C mit deutlich weniger Stunden auskommen müssen. Hinzu kommt, dass das Aufgabenfeld A aus immerhin 3 Lang- und damit Hauptfächern (Deutsch und zwei Fremdsprachen zu je ca. 4 Stunden) und zwei Kurzfächern zu je 2 Stunden besteht, während das Aufgabenfeld C aus einem Lang-/Hauptfach (Mathe) und bis zu drei Kurzfächern besteht. Das wird nur noch übertroffen vom Aufgabenfeld B, das kein Lang- und damit auch kein Hauptfach beinhaltet, dafür allerdings aus bis zu vier Kurzfächern besteht.

Wäre es da nicht sinnvoller, ein über zwei Jahre laufendes Kurzfach zu einem einjährigen Langfach und damit auch zu einem Hauptfach zu erheben? Dadurch könnten die anderen Aufgabenfelder gestärkt werden und die vielen Fächer für die Schüler reduziert werden sowie die zu unterrichtende Klassenzahl für einen Kurzfachlehrer gesenkt werden.

Generell sollte diese Verteilung der Aufgabenfelder nicht mehr zur Verwunderung führen, dass die Abbrecherquote in den Ingenieurswissenschaften so hoch ist, wenn der Anteil der Naturwissenschaften an den Schulen so gering ist und in Kurzzeitfächern stattfindet.


Frankreich und die Schule

Samstag, 19. Mai 2012

Spiegel Online titelte heute: „Sozialisten in Frankreich planen 5-Tage-Woche für Schüler – Minister will Schülern freien Tag schenken“. Der spendable Politiker heißt Vincent Peillon, ist selbst Lehrer und wurde diese Woche von François Hollande zum französischen Bildungsminister ernannt.

Eine 5-Tage-Woche klingt zunächst typisch deutsch, ist sie aber nicht. Zur französischen Schulwoche gehört nämlich überlicherweise der Samstag dazu. Der normale Schultag eines Achtklässlers besteht aus vier langen Tagen mit Unterricht von 8 bis 17 Uhr, das entspricht 7 Unterrichtsstunden à 55 Minuten, und einem kurzen Tag, üblicherweise Mittwoch oder Samstag, mit Unterricht von 8 bis 12 Uhr, das entspricht 4 Stunden Unterricht. Darin enthalten sind allerdings auch mehrere Stunden sog. permanence, d.h. freies Arbeiten unter Aufsicht eines pion (das ist meist ein Student, der sich so ein paar Euros verdient, also nicht unbedingt eine pädagogische Fachkraft).

Aber auch an den Grundschulen, den écoles primaires, ist Nachmittagsunterricht in Frankreich nicht ungewöhnlich. Seit hier die 4-Tage-Woche gilt (seit 2008), haben französische Grundschüler montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8.30 bis 16.30 Uhr Unterricht, mit zwei Stunden Mittagspause. Davor hatten sie jeden Samstag einen halben Tag Unterricht. An dem Nachmittagsunterricht setzt Peillon an. Denn lernpsychologisch ist ein geballter Unterricht nicht gut, gleichmäßig über die Woche verteilter Unterricht wäre besser. Daher setzt er sich für die 5-Tage-Woche ein. Doch er will es den Schulen überlassen, ob dafür der Mittwoch oder der Samstag Vormittag genutzt wird. Überzeugend soll auch das Argument sein, dass französische Schüler nur an 144 Tagen im Jahr Unterricht haben, alle anderen Länder mindestens 40 Tage mehr.

Nun ja, das zweite Argument folgt aus dem ersten: bei 144 Unterrichtstagen im Jahr haben die Schüler 144:4=36 Wochen Unterricht. Ein deutscher Schüler kommt bei 6 Wochen Sommer-, je 2 Wochen Frühjahrs-, Herbst- und Weihnachtsferien und diversen Feiertagen auf etwa 13 Wochen Ferien und damit auf 39 Wochen Unterrichtswochen. Damit ist kein allzu großer Unterschied erkennbar. Achja, Pieillon möchte zusätzlich noch zwei Wochen Sommerferien streichen, dadurch hätte ein französischer Schüler 38 Wochen Unterricht. Folglich hat ein französischer Schüler gleich viel Unterricht, nur an weniger Tagen.

Doch viele Eltern sind mit der 5-Tage-Woche nicht einverstanden. In den letzten Jahren konnten sie die Wochenenden ungestört mit ihren Kindern verbringen. Der Mittwoch konnte für Hobbys genutzt werden. Auch Scheidungskinder profitierten von dem freien Tag, da sie dafür das Wochenende für das andere Elternteil zur Verfügung hatten. Und wenn die Grundschüler etwas früher Schluss haben, wer betreut sie dann, bis die Eltern von der Arbeit zurückkommen?

Von der anderen Seite betrachtet, welcher deutsche Grundschüler könnte sich vorstellen, jeden Tag bis 16.30 Uhr in der Schule zu bleiben, um danach noch Hausaufgaben zu machen, nur um einen freien Tag in der Woche zu haben? Und würden deutsche Lehrer dann den Mittwoch als Fortbildungs- und Konferenztag nutzen?


Sprintstudium Modul 2 – 3. Tag

Mittwoch, 18. April 2012

Heute wurde richtig viel gebastelt. Mit allen uns zur Verfügung stehenden Werkzeugen, Sensoren und Legosteinen. Dabei entstanden Einparkhilfen, Rasenmäherroboter und in meiner Gruppe ein Paketsortierband. Dabei entwickelten wir aber auch erste Stunden- und Projektentwürfe, die wir zu gegebener Zeit einsetzen können. Jedenfalls hatten wir danach eine realistischere Einschätzung für diese Projekte (unter 3 Doppelstunden läuft da eigentlich nichts). Danach gab es noch zwei Vorträge zur Leistungsmessung und zur Informatik in Klasse 10, danach wurden die BYOB-Projekte präsentiert gespielt. Mein BYOB-Projekt war ja Pong, und mein Text dazu findet sich hier. (Um mein BYOB-Pong spielen zu können, braucht man BYOB, ein kostenloses Programm.)


Sprintstudium Modul 2 – 2. Tag

Dienstag, 17. April 2012

Lernen muss weh tun! (Quelle unbekannt)

Heute wurde nach einer Einführung in die Algorithmik in der Sek I mit Robotern und den Boards gearbeitet gelernt mit viel Spaß ausprobiert. Roboter wurden gegen die Wand gefahren, mit den Sensoren von LEGO WeDo und des Picoboards Autorennen und ein Lochstreifenleser programmiert und die Möglichkeiten der Elektronisierung eines Wohnhauses diskutiert. Dann ging es wieder in die Theorie. Schließlich ist das Oberthema dieses Moduls „Informatikdidaktik in der Sek I“. Also gab es zunächst eine Übersicht über einige Informatikdidaktiker und ihre Thesen und danach eine Zusammenfassung der beiden wichtigsten momentanen Strömungen in der Informatikdidaktik: die fundamentalen Ideen und die Modellierung. Abschließend berichtete ein Lehrer von seinen Erfahrungen mit Scratch im Physikunterricht.
Und falls jemand diesen Link noch nicht kannte: Informatik im Kontext


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