Neues vom Studium

Sonntag, 8. Januar 2012

Dieses Wochenende habe ich mich endlich wieder intensiver um mein Sprintstudium gekümmert. Ich habe mein Material sortiert, die ersten 4 von 11 Kapiteln des Skripts durchgelesen und die Aufgaben dazu gelöst. In der Modulwoche hatten wir zwar auch Zeit, an den Aufgaben zu arbeiten, aber nicht so viel Zeit, alle zu lösen. Deshalb ist das Studium ja auch als Fernstudium aufgebaut, bei dem man dann die restlichen Aufgaben zu Hause bearbeitet.

Was mir an den Aufgaben besonders gut gefällt, ist, dass sie genau so auch in der Schule einsetzbar sind. Bei jeder Aufgabe steht, in welcher Klasse, zu welchem Thema und mit welchem Zweck man sie einsetzen kann. Ebenfalls gibt es Ergänzungen für schnelle Schüler.

Ich gebe hier einen kurzen (unvollständigen) Überblick über die Aufgaben der ersten vier Kapitel (Für die Java-Programme wird jeweils ein GUI entwickelt, in dem die Daten ein- bzw. ausgegeben werden; programmiert wird mit Hilfe des Java-Editors.):

1. Scratch

  • ein Bienenschwarm verfolgt einen Bären
  • einen Dialog gestalten
  • Malen mit Scratch

2. Variablen und Datentypen

  • Fehlersuche (Java)
  • eine Katze durch ein Labyrinth führen (Scratch)
  • einen Quizmoderator entwickeln (Scratch)

3. Einstieg in Java

  • das Osterdatum der nächsten Jahre berechnen (Anzeige als GUI)
  • Temperatur zwischen Celsius und Fahrenheit umrechnen (Anzeige als GUI)

4. Algorithmenbausteine

  • Zahlraten
  • Tic Tac Toe (heute endlich geschafft und gespielt – nachdem mein liebster Kritiker am Programmentwurf noch rumgemäkelt hat…)
  • Drei gewinnt (wie 4 gewinnt, nur mit 3…)
  • Partnerschaftsberatung (Gender-Bashing: für die Mädchen im Kurs)

 

Was mich in den nächsten Kapiteln u.a. noch erwartet:

  • Cäsar-Codes ver- und entschlüsseln (Zeichenkettenverarbeitung)
  • Dual- und Dezimalzahlen umrechnen (eigene Methoden und Rekursion)
  • einen Taschenrechner entwickeln (eigene Methoden und Rekursion)
  • Matrizenrechner (Reihungen)
  • Minesweeper entwickeln (Reihungen)

Ich werde mal klären, ob es möglich ist, die Aufgaben online zu stellen, damit auch andere (vielleicht im Sinne des OER-Projekts) von dem Material profitieren können.

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Journalisten-Mathematik

Montag, 5. April 2010

Im BildBlog werden immer mal wieder Rechenfehler analysiert. So auch heute:
Früher haben 138 Prozent der Frauen geheiratet (Wahrscheinlichkeitsrechnung)

Weitere mathematische Vertipper, die BildBlog gesammelt hat:

Flaschmeldung (Brüche und Verhältnisse)
Riesige Schlamperei bei Hartz-IV-Rechnung (Brüche, Prozent)
Haarspalterei (sehr kleine Zahlen, Zehnerpotenzen)
14,9 ist auch nicht mehr, was es einmal war (Darstellung von Daten)
Ältester Hund der Welt: Hurra, er lebte schon! (Schlussfolgerungen)

Viele merkwürdige Zeitungsartikel findet man auch auf den letzten Seiten von Mathematik lehren und im Buch „Die etwas andere Aufgabe“ von Wilfried Herget und Dietmar Scholz, darunter auch diverse Klassiker.


Alle Neune!

Mittwoch, 9. September 2009

Heute ist ein besonderer Tag – der 09.09.09! Grund genug für mich, in meinen 5. eine Neuner-Stunde durchzuführen. Zuerst habe ich ein paar Worte über die Zahl 9 gesagt, dabei auch die Sprichwörter „Alle Neune“ und „Ach du grüne Neune!“ erwähnt. Dann folgte, wie sonst auch, eine Kopfrechenübung (Wiederholung der Grundrechenarten), diesmal aber kam immer die 9 darin vor. Dadurch, dass ich gerade mit den Körpern angefangen habe, folgte eine Beschreibung eines 9-seitiges Prismas. Die Schüler sollten die Anzahl der Ecken, Kanten und Flächen sowie die jeweilige Art der Flächen nennen. Hier schloss sich eine Untersuchung mitgebrachter Körper auf diese Eigenschaften (Ecken, Kanten, Flächen) hin an, die die Schüler präsentiert haben (9 Gruppen). Diese Eigenschaften wurden in einer Tabelle festgehalten. Und als Hausaufgabe gabs die Seite 4*9 im Arbeitsheft.

Den Schülern hats Spaß gemacht. Vor allem hielten sie das neunseitige Prisma für etwas ganz besonderes, und außerdem warteten sie immer darauf, wo als nächstes die 9 auftauchen wird. Schade nur, dass ich nächstes Jahr ein neues Prisma basteln muss, damit es mit dem Datum stimmt (10.10.10 ist eben spannender als 09.09.10).


Fermi-Aufgaben

Montag, 8. September 2008

Neuerdings wird mein Blog über den Begriff „Fermi-Aufgaben“ gefunden. Ich kann zwar nicht erkennen, zu welchem Zweck diese so gesucht werden, aber ich kann ja mal ein paar Worte darüber fallenlassen, in der Hoffnung, dass die Suchenden fündig werden.

Fermi-Aufgaben sind benannt nach dem Physiker Enrico Fermi. Dieser nahm an den ersten Atombombentests der USA teil. Ihm gelang vor Ort eine ziemlich gute Abschätzung der Sprengkraft der Bombe, indem er Papierschnippsel in die Luft warf und beobachtete, wie weit sie durch die Druckwelle davongetrieben wurden.
Fermi-Aufgaben sind entsprechend Schätzaufgaben: man hat nicht genug Datenwerte, um genaue Berechnungen durchzuführen, also muss man gut begründet schätzen.
Beispiele: „Wie viele Klavierstimmer gibt es in Chicago?“ „Wie viele Haare wachsen auf meinem Kopf?“ „Wenn sich alle Einwohner Hamburgs nebeneinanderstellten, wie viele Kreise würden sie um die Binnenalster bilden können?“

Der Friedrich-Verlag hat dazu die Fermi-Box herausgegeben, mit richtig guten Aufgaben, die man im Matheunterricht oder in einer Mathe-AG bearbeiten kann.
Weitere Links mit Erläuterungen und Aufgabenbeispielen sind hier und hier.


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