Informatik Macchiato

Samstag, 25. Februar 2012

Ich beschäftige mich gerade damit, wie Informatik an meiner Schule angeboten werden kann und was ich inhaltlich anbieten könnte. Da ist es ganz sinnvoll, sich in die aktuelle Fachdidaktik einzulesen. Dort bin ich auf den Begriff der „fundamentalen Ideen“ gestoßen, was kurz gefasst bedeutet, was das Wichtigste an der Informatik ist. Genaueres werde ich bestimmt in einem späteren Blogbeitrag schreiben, ansonsten kann man sich ja bei Christian Spannagel oder in den Fachdidaktiken informieren.

Einen Überblick über das, was Informatik ist, habe ich jetzt im Buch „Informatik macchiato“ gefunden. Dort werden ganz unmathematisch verschiedene Bereiche vorgestellt: Digitalisierung, Aufbau eines Computers, Automaten, Graphikverarbeitung und Internet und weitere Themen werden unkompliziert und doch mit den notwendigen Fachbegriffen erklärt und an Beispielen aus der Alltagswelt dargestellt. Das Buch richtet sich an Oberstufenschüler und angehende Informatikstudenten. Für Lehrer finde ich es als Ergänzung zur Didaktik geeignet, als das wirklich die wichtigen (und da sind wir wieder bei den „fundamentalen Ideen“) Themen in den verschiedenen Bereichen der Informatik vorgestellt sind, u.a. das Prinzip des „Divide and conquer“. Anmerken möchte ich auch noch, dass nur kurz auf die Programmiersprachen eingegangen wird, aber sonst nirgend ein Code in irgendeiner Programmiersprache im Buch auftaucht. Denn Informatik ist nicht gleich Programmieren.

Einziger Wehrmutstropfen: Das P-NP-Problem habe ich auch mit diesem Buch noch nicht verstanden.

Johannes Magenheim (Autor), Thomas A. Müller (Illustrator): Informatik macchiato – Cartoon-Informatikkurs für Schüler und Studenten. Pearson Studium (2009). 206 Seiten. Preis: ca. 16,95 €.

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Ferienlesestoff

Sonntag, 24. Juli 2011

Dieses Jahr im Paket:
– Marion Zimmer Bradley: Die Nebel von Avalon
– Georges Simenon: Maigret en colère / Les vacances de Maigret
– J.R.R. Tolkien: Der kleine Hobbit

Weitere folgen noch…


Neue Lektüren

Mittwoch, 5. Januar 2011

Mal wieder ein paar neue Bücher bestellt:
1. Wreck this journal (Keri Smith): Kein richtiges Buch zum lesen, sondern zum… zerstören/bemalen/bekritzeln/verschicken/drauftreten, also alles das, was ich mit einem richtigen Buch nie absichtlich tun würde! Allerdings: Mir tut’s jetzt schon leid um das schöne Buch! Daraus ließe sich doch eine kreative Aufgabe im Fremdsprachenunterricht machen, oder?
2. How to be an explorer of the world (Keri Smith): „You ARE an explorer. Your mission is to document and observe the world around you as if you’ve never seen it before.“ Eigentlich doch das, was wir von den Schülern erwarten. Ich freue mich schon auf ein paar ungewöhnliche Entdeckungen!
3. Abenteuer Informatik. IT zum Anfassen – von Routenplaner bis Online-Banking (Jens Gallenbacher): Da kann man mit vielen Bildern, Fragen und Bastelbögen die Informatik erkunden.

Es gibt also auch in diesem Jahr sehr viel zu entdecken!


Chagrin d’école

Sonntag, 4. April 2010

Im Augenblick geistert das „Teach First“-Projekt durch die Schulgänge. Angehende Manager mit Topexamen gehen dafür 2 Jahre in eine Brennpunktschule, unterstützen die Lehrer und bringen mit engagierten Arbeitsgemeinschaften viel Licht in den grauen Alltag – nur um nach diesen 2 Jahren einen lukrativeren Job in der Wirtschaft zu erhalten.

Daniel Pennac gehörte als Schüler nicht zu den Besten, im Gegenteil, er war „un nul“, „un vrai cancre“. Doch trotz mehrfachen Sitzenbleibens schafft er das Abitur und wird – man würde es nicht erwarten – Französischlehrer. Manch einer denkt nun an den Spruch „Those who can, do. those who can’t, teach.“ Doch Pennac ist bestrebt, seine Schüler davon zu überzeugen, dass sie keine „nul“ sind. Er holt sie da ab, wo sie gerade stehen, und führt sie an die französische Sprache heran. Grammatik bespricht er an Sätzen wie „Je n’y arriverai jamais.“ oder „Je m’en moque.“, mit deren Hilfe er die Wörter „y“ und „en“ analysiert (was auch für deutsche Schüler im Fach Französisch ein nicht so einfaches Kapitel ist). Kurze Diktate werden auseinandergerupft und auswendiggelernt, so dass die Schüler die Kerngedanken verstehen können. Am Ende beantwortet er die Frage, was einen guten von einem schlechten Lehrer unterscheidet: die Liebe. Damit meint er aber nicht die Art von Liebe zwischen Lehrer und Schüler, die gerade negativ durch die Presse geht, sondern echtes Interesse an den Schülern und sie mit dem eigenen Enthusiasmus am Fach anzustecken.
Daneil Pennac schreibt von seiner eigenen Kindheit mit dem „cancre“ und seiner Rettung. Er schreibt von schlechten Schülern, denen er helfen konnte, aber auch von schlechten Schülern, denen er nicht helfen konnte. Und auch sein „cancre“ meldet sich am Ende wieder zu Wort. Besonders die Mischung aus Erfolgen und Misserfolgen macht mir Pennac sympatisch. Sein Schreibstil ist locker und humorvoll und zieht den Leser von der ersten Seite in die Handlung hinein. Dieses Buch ist ein Muss für jeden Lehrer!

Daniel Pennac: Chagrin d’école. Editions Gallimard (2007). 299 Seiten. Preis ca. 10€

Das nächste Buch liegt schon bereit gelesen zu werden: Eric Orsenna. La grammaire est une chanson douce.


Ferienlektüre

Sonntag, 27. September 2009

Ich liebe Bücher. Mein Verlobter erklärt mich zwar jedes Mal für verrückt, wenn ich mir schon wieder ein neues Buch bestellt habe, aber ich kann einfach nicht anders. Und ich hoffe, in den Ferien Zeit für die ein oder andere Lektüre zu haben. Im Moment lese ich „Le voyage d’Hector“ von François Lelord und „Der Hund, der Eier legt“ von Beck-Bornholdt und Dubben. Ersteres natürlich auf französisch. Das Buch handelt davon, dass sich ein Psychiater auf die Reise macht, um eine Antwort auf die Frage zu finden: „Was ist Glück?“ Als Schullektüre ist es desewegen schon zu empfehlen, weil es in einer einfachen Sprache, wie für Kinder, geschrieben wurde. Dadurch erinnert es an „Le petit Prince“.
Das zweite Buch handelt von Fehlern und problematischen Aussagen in Statistiken. Die Autoren, beide Mediziner und Dozenten an der Uni Hamburg, berichten unter anderem von falsch durchgeführten Tests und falschen Eindrücken, die durch eine merkwürdige Veröffentlichungspraxis entstehen. Ein weiteres Buch der beiden habe ich mir für die Ferien vorgenommen, nämlich „Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit“. Ebenfalls in die Rubrik Mathe-Bücher gehört dann auch „So lügt man mit Statistik“ von Krämer. Ein paar Ausschnitte habe ich an der Uni für ein Seminar gelesen. Ich halte manches davon auch für die Oberstufe geeignet, weil man dadurch eben das typische Aufgaben-Rechnen verlässt und sich mit der gängigen wissenschaftlichen Praxis auseinandersetzt. Manchmal ist es erschreckend, was da passiert!
Gestern segelte noch „Einführung in die Krytographie“ von Buchmann auf meinen Schreibtisch. Krytographie und Kryptoanalyse beschäftigen mich neuerdings, seit ich in den Sommerferien „Codes“ von Simon Singh gelesen habe, ein faszinierendes Buch, wie ich finde.

Aber damit meine Ferien nicht nur aus einem halben Mathestudium bestehen, gibts noch zwei „normale“ Bücher. Als erstes „Chagrin d’école“ von Daniel Pennac. Nach mehreren Jugendbüchern, die ich von ihm gelesen habe, möchte ich ihn auf meinem Bücherregal nicht mehr missen, als da stehen: „Comme un roman“, „La débauche (letztes Jahr mit einer 11. Klasse gelesen), „L’oeil du loup“ und „Kamo – L’Agence Babel“. Und außerdem „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann, das mittlerweile zur Basislektüre im Deutschunterricht avanciert ist. Als das Buch vor ein paar Jahren erschien, las ich einen Ausschnitt daraus bei amazon und hielt es für etwas platt geschrieben. Nun gebe ich dem Buch eine zweite Chance.

Aber angesichts der Stapel von Klassenarbeiten, die zu Beginn der Ferien in meinem Zimmer liegen werden, werde ich kaum mehr als zwei dieser Bücher schaffen. Ich werde dann aber darüber berichten.


Prix des lycéens allemands

Sonntag, 1. Juni 2008
Vor Kurzem hatte ich zwei Zettel in meinem Fach. Auf dem einen fand ich eine Kurzinfo, dass Schüler für die Teilnahme am Prix des lycéens allemands gesucht werden. Dieser Preis orientiert sich am Prix Goncourt des lycéens, ist also, wie der Name sagt, wie der Prix Goncourt (wichtigster Literaturpreis in Frankreich, im November, pünktlich zum Weihnachtsshopping verliehen) ein Literaturpreis, der von Schülern verliehen wird. Die Teilnahme am Prix des lycéens allemands besteht darin, dass deutsche Schüler aus 5 französischen zeitgenössischen Jugendbüchern das beste auswählen, der Autor erhält als Preis 5000€. Organisiert wird das Ganze vom Bureau du livre de jeunesse. Finde ich ja wunderbar, da kann ich doch meine 11. noch kurz vor den Sommerferien etwas motivieren. Das Anmeldeformular war das zweite Blatt.

Soweit so gut. Die Infos hören dann allerdings damit auf, dass man weitere Infos unter kultur.frankreich.de findet.

Leider gibt es dort nur die Infos zum Prix 2008 und noch nicht zum Prix 2009. Nach etwas googeln fand ich zwar auf dem Hamburger Bildungsserver noch ein Infoblatt, auf dem wenigstens die Bücher erwähnt werden. Und das ist zur Zeit noch die einzige Möglichkeit, etwas anderes zu erfahren. So weiß ich jetzt immerhin, was meine 11. erwartet (sofern sie daran teilnimmt):

• Alors, partir ? de Julia Billet, Editions du Seuil, Collection Karaktères, 108 pages
• Chevalier B. de Martine Pouchain, Editions Sarbacane, Collection Exprim, 202 pages
• Rester vivante de Catherine Leblanc, Editions Acte Sud Junior, 112 pages
• La mémoire trouée d’Elisabeth Combres, Editions Gallimard, Collection Scripto, 128 pages
• Rouge métro de Claudine Galea, Editions du Rouergue, Collection DoAdo Noir, 112 pages

Die Bücher gibts bei Klett im Paket (je eins der 5 Bücher) für 43,95€, für den Lehrer jeweils ein Exemplar umsonst.


Aufgegriffen

Dienstag, 12. Februar 2008

Maigrets 80. Geburtstag: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,534070,00.html

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