Histoires pressées

Freitag, 25. Dezember 2009

Pünktlich zu den Ferien trudelten zwei französische Bücher ins Haus, die ich schon seit längerem lesen wollte: „Histoires pressées“ und „Encore des histoires minute“ von Bernard Friot. Der Titel der Bücher verweist auf die Länge der Geschichten: Kürzestgeschichten, gerade so lang, dass man sie in einer kurzen Schulpause oder einer Minute schaffen kann. Wegen ihrer Kürze, aber auch ihrer einfachen Sprache (die Bücher wenden sich an 9-10jährige Franzosen) und dem raffinierten Stil eignen sie sich sehr für den Unterrichtseinsatz, besonders als Einstieg in Originaltexte oder für Klassenarbeiten. Themen sind u.a. Schule („Silence“), Angst („La chose“), eigene Identität („Il ou elle“). Dabei vermischen sich Realität und Fantasie sehr häufig, so dass plötzlich ein Floh mit einem Haar spricht oder eine Antilope einen Tiger frisst, was zu möglichen Fortsetzungen oder ähnlichen Geschichten durch Schüler reizt. Die Bücher kosten jeweils 6,99€, was meiner Meinung nach ein sehr guter Preis ist.
Meinen Vokabelblog werde ich dank dieser Bücher auch wieder aktiver nutzen. Schaut doch mal vorbei!

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Ich bin gespannt wie gekochtes Gemüse

Sonntag, 24. Mai 2009

Wenn jemand ein Buch auf deutsch schreibt, dessen Muttersprache nicht deutsch ist, so wird der Text üblicherweise so korrigiert, dass bei der Veröffentlichung des Buches keine Grammatik-, Rechtschreib- oder sonstige Fehler darin enthalten sind.

Bei diesem Buch ist das anders. Nathalie Licard kennt man als die Französin aus der ‚arald Schmidt Show. In diesem Buch erzählt sie mit ihrem charmanten Accent, wie sie nach Deutschland kam, hier die deutsche Sprache erlernte und Freunde und Arbeit fand. Sie berichtet von Fehlern, die sie in der deutschen Sprache begeht, aber auch, wie sie versucht, diese zu umschiffen. Sie vergleicht die deutsche und die französische Sprache, versucht Wörter in die jeweils andere Sprache zu übertragen. Wo ihr dies nicht gelingt, kreiert sie einfach ein neues Wort.

Dieses Buch zeigt einen heiteren Zugang zum Fremdsprachenlernen. Vor allem, weil es nicht in korrektem Deutsch geschrieben, sondern nur vorsichtig überarbeitet ist, so dass Grammatikfehler und falsche Syntax regelmäßig auftauchen. Man merkt es diesem Buch an, dass es der Stil ist, in dem die Autorin tatsächlich denkt. Und man versteht sie trotzdem! Daher ist dieses Buch besonders geeignet, um über das Fremdsprachenlernen einmal nachzudenken. Es gibt denjenigen Hoffnung, die meinen, sie könnten niemals eine Fremdsprache richtig sprechen. Denn Fehler dürfen gemacht werden, Fehler gehören zum Lernen dazu, aber sprachliche Korrektheit ist nicht das Wichtigste beim Sprechen.

Und so ganz nebenbei erhält man einen Blick hinter die Kulissen der ‚arald Schmidt Show und der Filmfestspiele in Cannes.

Nathalie Licard. Ich bin gespannt wie gekochtes Gemüse: Eine Französin in Deutschland. Kiepenheuer & Witsch 2008.
172 Seiten
ca. 8 Euro  (amazon.de)


Schiefer eröffnet Spanisch

Samstag, 6. Dezember 2008

… habe ich in Jochens Blog gefunden und gelesen. Und es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Der Inhalt ist kurz dargestellt: Schiefer, ein ehemaliger Lehrer, der mit einem Bekannten gerne Schach spielt, nimmt einen jungen, motivierten Lehrer bei sich auf. Um herauszufinden, warum er selbst in der Schule gescheitert ist, beginnt er ein Experiment: gemeinsam mit seinem Schachpartner, einem Privatdetektiv, beobachtet und notiert er akribisch das Verhalten seines Mitbewohners, dessen Idealismus ihm schon bedenklich vorkommt.

Das Buch ist witzig geschrieben, die Monologe sind wortreich und sehr bildhaft. Es ist herrlich, wie Schiefer vom Privatdetektiv beobachtet wird, während dieser den Untermieter belauert. Und Schiefers Leben erhält wieder einen Sinn.

Das sind 17,90€, die sich lohnen.


Kalender

Montag, 11. August 2008

Bin bei der Suche nach einer günstigen Alternative zu den 43 Terminmappen nach David Allens Buch „Getting Things Done“ (was ich sehr empfehlen kann) auf dieses praktische Hosentaschenexemplar gestoßen. Die Zahlen sind durch den geschickten Aufbau des Kalenders viel größer als bei üblichen Werbegeschenken und ist genauso kostenlos.


Je t’écris, j’écris

Donnerstag, 7. August 2008

Nein, es handelt sich bei diesem Titel um eine Grammtikübung, sondern um ein Buch der Autorin Geva Caban.
Die Handlung ist kurz erzählt: Ein Mädchen schreibt in den Ferien, die sie mit ihren Eltern am Strand verbringt, jeden Tag einen Brief an einen Jungen, den sie liebt. Nur leider antwortet er ihr nicht, so dass sie beginnt, ein Tagebuch zu führen.

Das Buch ist sehr kurzweilig, weil zum einen die Briefe sehr kurz sind und sich auf den ersten 50 (von insgesamt 80) Seiten, die von den Briefen handeln, auf jeder zweiten Seite eine ganzseitige Illustration befindet. Zum andern ist es in einer noch ziemlich kindlichen Sprache geschrieben, die Sätze sind kurz, das Vokabular einfach. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Form. Daher ist das Buch für (francophone) Kinder ab 9 Jahren empfohlen. Für den Französischunterricht eignet sich meiner Meinung nach das Buch ab Ende des 3. Lernjahres. Von der Grammatik her sollten das futur simple und das conditionnel I schon bekannt sein. Als Wortschatzthemen seien les vacances, ecrire une lettre/un article pour le journal intime und l’amour genannt. Der große Vorteil dieser Lektüre ist aber immer noch die Kürze, so dass man (und hier meine ich vor allem den Französischlernenden) relativ schnell ein ganzes Buch im Original erfolgreich gemeistert hat.

Geva Caban. Je t’écris, j’écris. Editions Gallimard Jeunesse 1995. ca. 6,50 EUR (amazon.fr)

Nachtrag: In der FUF 24 (1996) „Längere Texte – Langeweile?“ wird das Buch im Basisartikel aufgegriffen und es werden Beispiele für Aufgaben für eine schwache 11. Klasse vorgestellt. (Nebenbei bemerkt finde ich den gesamten Basisartikel sehr lesenswert, weil er sehr viele praktische Beispiele enthält, wie man Textarbeit interessant gestalten kann.)


Aufgegriffen

Dienstag, 12. Februar 2008

Maigrets 80. Geburtstag: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,534070,00.html

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Theater

Freitag, 4. Januar 2008

Demnächst sehe ich mir im Theater das Stück „Huis clos“ von J.P. Sartre auf französisch an. Kenne den Inhalt noch nicht, werde aber vorher das Stück entweder auf deutsch oder auf französisch lesen, damit ich mehr vom Abend hab.

Nachtrag: Die Aufführung hat mir gefallen, auch wenn Garcin meiner Meinung nach einen etwas zu deutschen Akzent hatte und der Garcon fehlte, der die drei Personen in die Hölle führte. Aber interessant war das Stück trotzdem.
Im nächsten Jahr läuft übrigens Voltaires „Candide“. Meine Vorbereitung läuft schon.


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