Sommerferien-Schülerbingo

Montag, 2. August 2010

Bald geht das neue Schuljahr wieder los. Ich sehe meine Klasse schon vor mir, wie sie sich lebhaft von ihren Ferienerlebnissen berichten, wer die meisten Sonnentage und wer die aufregendsten Wochen hatte. Aber sie werden wahrscheinlich in ihrer kleinen Clique bleiben, in maximal Fünfergruppen sich austauschen.

Dazu habe ich in einer Fortbildung eine Form des Bingo kennengelernt, die ich hier vorstellen möchte. Das Spielfeld besteht aus 5 x 5 Kästchen, in jedem Kästchen steht eine Eigenschaft. Zuerst überlegt sich jeder still, zu welcher Eigenschaft er sich zählen könnte. Zu jeder Eigenschaft soll man nun eine Person finden. Sich selbst darf man nicht eintragen, außerdem darf keine Person zweimal eingetragen werden. Wer als erstes eine Reihe senkrecht, waagerecht oder auf den beiden Hauptdiagonalen mit fünf verschiedenen Personen ausgefüllt hat, ruft laut „Bingo!“ und stellt dann seine Gruppe vor.

Der Vorteil dieses Spiels besteht darin, dass viel mehr Schüler miteinander reden und vor allem auch über Themen reden, die sie sonst nicht so sehr interessiert hätten. Dadurch erfahren sie mehr über die anderen.

Das Spielfeld und die Spielregeln habe ich in einem Google-Dokument zusammengetragen. Leider ist die Tabelle noch nicht vollständig. Wer hat noch Ideen? Das Dokument kann jeder mit Hilfe des Links verändern.
Die Tabelle ist nun vollständig, die Datei kann als pdf oder als odt heruntergeladen werden.


Mein erster Elternabend

Samstag, 15. August 2009

Mein erster Elternabend steht bevor. Da es sich dabei um eine 7. Klasse handelt, gibt es einen verpflichtenden Tagesordnungspunkt: die Wahl der Elternvertreter. Sonst nichts. Was werde ich also tun?

Aus der Sicht des Lehrers hat der Elternabend die Funktion, die Eltern kennenzulernen und ihre Unterstützung bei der Erziehung ihrer Kinder zu sichern. Insbesondere kann er hier mitteilen, was ihm an der gesamten Klasse besonders auffällt.
Aus der Sicht der Eltern dient der Elternabend dem Kennenlernen der anderen Eltern, aber vor allem dem der neuen Lehrer, insbesondere des Klassenlehrers. Besondere Informationen rund um den Fachunterricht spielen hier eine große Rolle: Was lernt mein Kind im Unterricht? Gibt es besondere Lernformen mit stärkerer Nachbearbeitung zu Hause? Auf wie viele Klassenarbeiten muss sich mein Kind vorbereiten? Wie viele Hausaufgaben wird mein Kind jeden Tag erledigen müssen?
Aber auch außerunterrichtliche Themen sollen angesprochen werden: Wird es Ausflüge geben? Wie teuer werden diese sein? Wann und wohin wird eine Klassenreise stattfinden? Wo können wir mitentscheiden? Welche Art von Klassenfesten wird es geben? Inwiefern wird dort unsere Mitarbeit erwartet?
Und dann gibt es natürlich auch die Frage nach der Erreichbarkeit der Lehrer, insbesondere des Klassenlehrers. Wenn es Probleme gibt, sei es in einem Fach oder mit Mitschülern, wann und wie ist der Klassenlehrer erreichbar?

Am ersten Elternabend im Schuljahr ist man also genug mit Organisatorischem beschäftigt. Für die nächsten Elternabende können thematische Wünsche gesammelt werden, sei es, dass Unterstützung für den Umgang mit Hausaufgaben und Klassenarbeiten benötigt wird oder dass eine Übersicht über gängige Lernprogramme (oder der im Unterrichts genutzten Programme) gewünscht wird. Für das Sammeln sind die Elternvertreter zuständig, denn die planen ja den nächsten Elternabend. Soll der Klassenlehrer aber hier zur Gestaltung des nächsten Elternabends beitragen? Oder ist seine Rolle derart, dass er sich zur Situation in der Klasse äußert und ggf. auf dem nächsten Elternabend berät?

Ein paar Seiten, die mir sehr nützlich erscheinen, um einen Elternabend vorzubereiten:
http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/elternabend-durchfuehrung-vorbereitung/
http://www.vnr.de/b2c/familie/kinder/so-planen-sie-einen-elternabend.html
http://www.internet-abc.de/eltern/bin/114299-114337-1-emw_elternabend.pdf
http://download.bildung.hessen.de/portal/zielgruppe/eltern/eltern/Gestaltung_von_Elternabenden.pdf
Drei ausführliche Ausarbeitungen eines medienpädagogischen Elternabends findet man unter
http://www.drs.de/index.php?id=1738
Und für Informationen zum „Lernen lernen“:
http://www.schule-bw.de/lehrkraefte/beratung/beratungslehrer/Kooperation/Eltern/elternabend.pdf
Ideen, wie man Themen für weitere Elternabende findet, werden auf dieser Seite vorgestellt:
http://www.seb-rse.de/daten/Elternabende_gestalten.pdf
Dort findet man auch eine Bücherliste zum Thema „Elternabend“.


Mein erster Tag

Donnerstag, 6. August 2009

Und schon ist er vorbei, mein erster Tag an der Schule. Und zugleich mein erster Tag in meiner allerersten eigenen Klasse. Und wie es sich durch Vertretungen und noch nicht eingeschulte 5. Klassen manchmal so ergibt, war es heute meine einzige Klasse. Nach vier Stunden erreichte ich bei den Namen eine Trefferquote um die 75%, was für mein Namensgedächtnis eine hohe Leistung ist *hüstel*. Als ich der Klasse erlaubte, sich umzusetzen, sank die Trefferquote dann auch erheblich. Nett und lieb sind sie, die Jungs und Mädels. Ich mag sie. Und ich fühle mich jetzt wie nach einem Zahnarztbesuch: Hat doch gar nicht weh getan!


Klassenlehrer Linksammlung

Samstag, 11. Juli 2009

René Scheppler hat eine Quellensammlung zum Thema „Klassenlehrer/Klassenleitung“ gestartet. (BTW, was ist ein Drop?)

Währenddessen hat sich mein Literaturregal um das Heft „Lernmethoden und Arbeitstechniken“ vom Friedrich Verlag erweitert. Das Heft ist als Arbeitsheft für Schüler konzipiert und deckt eine wichtige Themen zur Selbstorganisation ab. Mir persönlich kommt das Kapitel über Referate zu kurz. Insbesondere werden die Präsentationsmedien (Folie, PPP, Tafel) zwar kurz vorgestellt, jedoch fehlt dort die Vorbereitung eines guten Tafelanschriebs (ähnlich wie für Lehrer sollten sie ja schon sein) bzw. einer Folie (z.B. ausreichend große Schrift, Bilder gut sichtbar, Farben gezielt wählen etc.). Ich habe den Eindruck, dass man dort das Thema Referate unbedingt noch erwähnen wollte, was ich nicht falsch finde. Nur füllt dies eigentlich schon ein eigenes Heft, so dass man dies besser auslagern sollte als nur zur Hälfte vorzustellen.


Klassenlehrer sein

Dienstag, 30. Juni 2009

Das Buch „Fundgrube Klassenlehrer“ ist bestellt, das Logbuch der GEW habe ich schon durchgeblättert, das Jahresheft „Erziehen – Klassen leiten“ liegt aufgeschlagen vor mir.

Doch genauso informativ sind die Internetquellen zum Thema „Klassenlehrer“:

  • Der Klett-Verlag bietet ein dreiseitiges übersichtliches Infoblatt an.
  • Ausführliche Listen für die ersten Tage gibt es vom Sonderschulseminar Stuttgart (genauso gut für Sek I / Sek II geeignet); besonders gut für diejenigen, die auch ganz neu an der Schule sind (wie ich 😉 )
  • Eine Zusammenstellung von Materialien und Ideen
  • Eine Liste der Aufgaben und Pflichten in Niedersachsen (überhaupt die wohl wichtigste Seite für Berufsanfänger in Niedersachsen, hier sind auch die wichtigsten Gesetze und Vorschriften aufgelistet!)

Wer hat weitere Tipps?


Das erste Mal… Klassenlehrerin?

Mittwoch, 24. Juni 2009

Im nächsten Schuljahr: Neu an der Schule und gleich Klassenlehrerin. Die feste Stelle hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. So mit reinwachsen in das System und so. Jetzt schießen mir einfach so viele Gedanken durch den Kopf.

Panik.
Neugier.
Chaos.
Neubeginn.
Unruhe.
Telefongespräche.
Kennenlernen.
Verantwortung.
Ansprechpartner.
Dirigent.
Sekretär.
Keine Zeit.
Mehr Zeit mit der Klasse?
Meine Klasse.
Sorgen.
Was machen die anderen Klassenlehrer?
Was werden die Eltern sagen?
Führungskompetenz?
Wie wird mein Klassenraum aussehen?
Kann ich ihn gestalten, ohne dass durch Vandalismus alles zerstört wird?
Mappen.
Viele Mappen.
Und Listen.
Und Namen.
Sehr viele Namen.
Umzug.
Methodentage.
Der erste Ausflug.
Pädagogische Ziele?
Hilfe!
Planung.
Jetzt.
Sofort.
Aber noch normaler Unterricht.
Bin irgendwo zwischen alter und neuer Schule.
Da stehen noch Konferenzen an.
Achja, Konferenzen!
Und andere Termine.
Die Schüler kennen sich.
Ich kenne sie nicht.
und in der Schule kenne ich mich nicht aus.
Dafür aber schon etwas im Ort, und vor allem in der nächsten Stadt!
Was für Ausflüge werde ich durchführen?
Werde ich einen zweiten Begleiter haben?
Hoffentlich.
Klettergarten wäre was.
Sollte ich jetzt schon planen?
Oder erst in den Ferien?
Besser Ferien, dann bekomme ich auch ne Klassenliste.
Tief durchatmen!
Und Ruhe bewahren.

Die ersten Gedanken sind notiert.
Ich schau später nochmal drauf.

Bin weg, Tee trinken.


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