Fermi-Aufgaben

Montag, 8. September 2008

Neuerdings wird mein Blog über den Begriff „Fermi-Aufgaben“ gefunden. Ich kann zwar nicht erkennen, zu welchem Zweck diese so gesucht werden, aber ich kann ja mal ein paar Worte darüber fallenlassen, in der Hoffnung, dass die Suchenden fündig werden.

Fermi-Aufgaben sind benannt nach dem Physiker Enrico Fermi. Dieser nahm an den ersten Atombombentests der USA teil. Ihm gelang vor Ort eine ziemlich gute Abschätzung der Sprengkraft der Bombe, indem er Papierschnippsel in die Luft warf und beobachtete, wie weit sie durch die Druckwelle davongetrieben wurden.
Fermi-Aufgaben sind entsprechend Schätzaufgaben: man hat nicht genug Datenwerte, um genaue Berechnungen durchzuführen, also muss man gut begründet schätzen.
Beispiele: „Wie viele Klavierstimmer gibt es in Chicago?“ „Wie viele Haare wachsen auf meinem Kopf?“ „Wenn sich alle Einwohner Hamburgs nebeneinanderstellten, wie viele Kreise würden sie um die Binnenalster bilden können?“

Der Friedrich-Verlag hat dazu die Fermi-Box herausgegeben, mit richtig guten Aufgaben, die man im Matheunterricht oder in einer Mathe-AG bearbeiten kann.
Weitere Links mit Erläuterungen und Aufgabenbeispielen sind hier und hier.


Zahnpasta

Freitag, 9. Mai 2008

Spätestens seit heute wissen die Schüler aus meiner Mathe-AG, dass in einer Zahnpastatube zwischen 98cm (75ml-Tube dick aufgetragen) und 4m (100ml relativ dünn aufgetragen) Zahnpasta sind. Eine erste Schätzung mit 75-100cm lag garnicht so weit daneben – für dicke Streifen, versteht sich. Und bei dem schönen Wetter hat das Ausprobieren noch mehr Spaß gemacht.

Hach, Fermi-Aufgaben sind schon was feines!


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