Sprintstudium Informatik – Die Programmieraufgabe

Samstag, 10. März 2012

Wie im richtigen Studium gehört zu jedem Modul auch eine Abschlussaufgabe, um zu bestätigen, den Inhalt verstanden zu haben und anwenden zu können. Zum ersten (eigentlich ja nullten) Modul ist dies eine Programmieraufgabe. Die Aufgabe lautet sinngemäß: „Programmiere etwas Komplexeres mit BYOB.“ Wobei „etwas“ wirklich frei ist, und „Komplexeres“ in gewisser Weise noch genauer erläutert ist (z.B. Blöcke bilden, Variablen verwenden und nicht nur if-Kontrollstrukturen), aber immer noch sehr viel Spielraum lässt. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten, was genau man nun programmieren könnte, habe ich mich jetzt entschlossen, das Spiel „Pong“ zu programmieren.

In meiner ersten Phase können sich die Schläger schon so bewegen, dass sie sich nicht gegenseitig blockieren. Allerdings schwingt der Ball noch hypnotisierend hin und her. Das will ich als nächstes ändern, schließlich soll der Ball durch den Schläger auch über Bande gespielt werden können. Ein Punktezähler existiert auch noch nicht, also auch noch keine Bestenliste, für die ich einen Sortieralgorithmus verwenden könnte. Weitere Schritte wären dann verschiedene Level, in denen z.B. der Schläger kleiner wird oder der Ball schneller wird, oder in denen verschiedene Hindernisse auf dem Spielfeld sind. Und wenn ich dann noch etwas Zeit habe (Abgabetermin für das Programm mit Erläuterungen ist der 6.4.12), dann baue ich noch eine Geräuschversion ein (also quasi ein Pong für Blinde), mit Hilfe von Sinuskurven (die Position des Balles steht für Frequenz und Lautstärke eines Tons).

Doch zunächst muss das Spielen über Bande gelöst werden, damit mich das Spiel nicht weiter hypnoti


Sprintstudium 5. Tag

Samstag, 3. Dezember 2011

Miau! (Scratch)

https://i1.wp.com/www.uni-goettingen.de/admin/bilder/pictures/cb0f266770aa066169e3e2166914f7be.jpg

Letzter Tag im Vorkurs. Themen waren diesmal Unterrichtsbeispiele, die Berechnung der Komplexität von Algorithmen (Leute, ich habe das ENDLICH begriffen! Ist doch nicht so schwer, wie es immer aussah…) und der Ausblick auf das nächste Modul, das im Anschluss an die Halbjahrespause stattfinden wird. Dann wird es um Java als objektorientierte Sprache (d.h. Klassen, Objekte, Methoden, Vererbung etc.), UML und Datenstrukturen gehen. Da wir dann nur noch 3 Tage Zeit haben, wird die Einführung in das Thema natürlich kürzer ausfallen und mehr zu Hause nachgearbeitet werden müssen. Insbesondere wenn noch Klausuren geschrieben oder Referate gehalten werden, sinkt die Zeit für das neue Thema gewaltig. Trotzdem war diese lernintensive Woche sehr wichtig, um sich überhaupt ins Programmieren hineinzufuchsen.

Die Betreuung durch Kerstin Strecker und Ylva Brandt sowie Prof. Dr. Eckart Modrow fand ich ganz besonders gut, weil sie uns nicht nur sehr viel Input geliefert haben und uns beim Programmieren viele Tipps gegeben haben, sondern weil sie auch gleichzeitig an Schulen unterrichten und uns von ihren Erfahrungen im Unterricht berichten können. Das ist eigentlich genau die Verzahnung von Theorie und Praxis, die ich mir im Studium damals gewünscht hätte!

Jetzt, am Ende des Vorkurses, stelle ich fest, dass ich Informatik mag und es mich schon tierisch juckt, das Fach bald unterrichten zu können. Ich habe in dieser Woche sehr viele sehr nette Kollegen kennengelernt und freue mich schon darauf, sie im Februar wiederzusehen.


Sprintstudium 4. Tag

Donnerstag, 1. Dezember 2011

recursion – did you mean: recursion?

(google)

https://i1.wp.com/www.uni-goettingen.de/admin/bilder/pictures/cb0f266770aa066169e3e2166914f7be.jpgDie Probleme werden von Tag zu Tag verzwickter, aber auch interessanter. Zum Vergleich: am Montag sollten wir einen Quizmoderator programmieren, heute schon ein Minesweeper. Minesweeper hebe ich mir für zu Hause auf, ich habe mir hier die Addition von zwei 3×3-Matrizen vorgenommen.

Thema heute waren nach einer Wiederholung von Rekursionen die Reihungen. In der Schule soll man nicht Arrays sagen, also lernten wir die ein- und zweidimensionalen Reihungen, d.h. Vektoren und Matrizen, zu programmieren. Dafür blieb mal viel Zeit zum üben, weil, wie schon gesagt, die Aufgaben nicht trivialer werden.

Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich sicherlich auch mehr über die Aufgaben und meine Lösungen schreiben. Auf meinem Handydisplay mag ich aber nicht so viel schreiben wie mit einer richtigen Tastatur.


Sprintstudium 3. Tag

Mittwoch, 30. November 2011

https://i1.wp.com/www.uni-goettingen.de/admin/bilder/pictures/cb0f266770aa066169e3e2166914f7be.jpgEs wird viel gelacht und gejubelt, wenn alle fehlenden Semikola(-lons? -lonnen?), Klammern und Buchstaben ergänzt werden konnten und die Programme endlich so laufen, wie die Aufgabe es fordert.

Heute ging es um Zeichenketten, BYOB, eigene Methoden mit Java und Rekursionen. Im Anschluss fand eine interessante Gesprächsrunde statt, inwiefern Informatik an den verschiedenen Schulen stattfindet und mit welchen Inhalten. Da konnte ich mir Ideen holen, wie es demnächst an unserer Schule losgehen könnte (wir haben ja bisher noch keinen Informatikunterricht). Daneben gab es noch ein paar Infos zum weiteren Ablauf des Sprintstudiums. Unter anderem werden wir bis April eine Programmieraufgabe in BYOB nach bestimmten Vorgaben anfertigen müssen. Ich habe noch keinen blassen Schimmer, was ich da machen werde. Aber ich hab ja noch etwas Zeit 😉


Sprintstudium 2. Tag

Dienstag, 29. November 2011

Das beste an einer Fortbildung ist das Essen.

(unbekannter Teilnehmer)

https://i1.wp.com/www.uni-goettingen.de/admin/bilder/pictures/cb0f266770aa066169e3e2166914f7be.jpgIch glaub, ich hab noch nie auf einer Fortbildung so viel gegessen. Frühstücksbuffet, Mittagessen in der Mensa, Kaffegedeck und schließlich Buffet am Abend im Hotel erfordern eine sorgfältige Planung und ausreichend Bewegungsmöglichkeiten, um nachts noch gut schlafen zu können.

Der 2. Tag war nicht weniger anspruchsvoll als der erste. Heute haben wir viele GUIs entwickelt, Spiele getestet, eine Partnervermittlung eröffnet, Struktogramme gezeichnet, mit Kontrollstrukturen und Schleifen programmiert. Es kam mir heute nicht mehr so anstrengend vor, und ich habe den Eindruck, dass ich nach diesen häufigen Programmierübungen mehr Sicherheit im Umgang mit Java erhalte. Ich bin neugierig auf morgen!


Sprintstudium 1. Tag

Montag, 28. November 2011

https://i1.wp.com/www.uni-goettingen.de/admin/bilder/pictures/cb0f266770aa066169e3e2166914f7be.jpgUm 4.30 Uhr aufgestanden, um 9 Uhr das Institut für Informatik in Göttingen erreicht. Um 10 Uhr ging es los. Nach einer kurzen Begrüßung begann die Einführung in Scratch, ein graphisches Programm zum programmieren lernen. Sehr effektiv, da man so die üblichen Compilerfehler umgeht, die vielen Schüler frustriert.
Man muss nur aufpassen, dass die Schüler Headsets benutzen. (Tipp: Schätzt mal vorher, wie lange die Schüler brauchen, um die Katze miauen zu lassen 😉 )
Bei Scratch konnten wir viel selbst ausprobieren. Kein Wunder, dass dieses Programm in der Sek. I, aber auch in 10, bevor man mit JAVA beginnt, ziemlich beliebt ist.
Am Nachmittag gab es einen Vortrag über Variablen und Typendeklarationen, grundlegendes zu JAVA also. Wobei jedes Mal auch der Bezug zum Unterricht hergestellt wurde.
Und nach einer Begrüßung und der Vorstellung des Instituts für Informatik und der Stellung unserer Qualifikationsmaßnahme durch den Institutsleiter übten wir noch etwas den Umgang mit dem Java-Editor (war allerdings schon ziemlich spät, so dass hier nicht viel bei mir hängen blieb) war um kurz vor 19 Uhr, nach 9 Stunden Unterricht, mit Mittags- und Kaffeepausen, Feierabend.
Fazit des 1. Tages: Die Fortbildung ist richtig anstrengend, aber auch richtig interessant. Schließlich soll ich in einem Jahr das Fach in Klasse 10 unterrichten können. Fest steht aber: Informatik macht Spaß!


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