Lange Nacht mit langen Gesichtern

Samstag, 22. November 2008

Gestern war die Lange Nacht der Mathematik. Da treffen sich ab 18.00 Uhr Schüler, Lehrer und Eltern, um sich in Gruppen eine Nacht lang über mathematische Knobelaufgaben zu unterhalten und diese zu lösen. Die erste Runde wird gemeinsam gelöst: sobald eine Gruppe zwischen 17 und 19 der 20 Aufgaben gelöst hat, ist die gesamte Klasse (diese besteht aus zwei Klassenstufen, also 5/6, 7/8 etc.) eine Runde weiter. Im Prinzip läuft das dann so ab, dass jede Gruppe verschiedene Aufgaben löst und die Lösung von anderen Gruppen geprüft wird, bis man sich auf eine Lösung geeinigt hat. Diese wird von einer Gruppe auf der Website eingetippt und man erhält das hoffentlich positive Ergebnis. Dann ist man nämlich eine Runde weiter, Hier müssen die einzelnen Gruppen für sich die Aufgaben lösen und einschicken.

Leider lief es gestern so ab, dass die Lösungen der ersten Runde erst etwas später als geplant eingegeben werden konnten, zudem konnten weitere Versuche nur ab und zu durchgeführt werden, weil der Mathenacht-Server zusammengebrochen war. Das führte dann doch schnell zu Langeweile, was durch die meiner Meinung nach viel zu schweren und verzwickt formulierten Aufgaben noch unterstützt wurde. Leider haben wir es so bis Mitternacht nicht geschafft, die nötige Anzahl an Lösungen zu finden, um in die zweite Runde zu kommen..

Ich mag es ja, Abende mit Knobelaufgaben verbringen. Und ich sehe es auch sehr positiv, dass viele Schüler sich bereit erklären und auch noch Spaß daran haben, sich der Herausforderung zu stellen, etwa 6 Stunden (und länger) am Stück Mathe zu machen! Daher kann ich es nicht verstehen, dass viele der Aufgaben der ersten Runde zu kompliziert formuliert und so verzwickt waren, dass es nicht möglich war, die erste Runde in einer angemessenen Zeit zu bewältigen (angemessen wäre nach ca. 3 Stunden, weil sonst bei vielen irgendwann die Luft raus ist). Außerdem ließ die schwache Serverleistung nicht einmal eine zeitnahe Prüfung der Ergebnisse zu, so dass man nicht die Möglichkeit hatte, die noch unkorrekten Lösungen herauszufinden und diese zu bearbeiten.

Daher ist meine Bitte für nächstes Jahr: Stellt leichtere Aufgaben in der ersten Runde! Die Schüler haben dann mit diesen Aufgaben einen netten Abend gehabt und stellen sich auch weiteren mathematischen Herausforderungen. Zumindest probieren sie die nächste Runde, können dann aber, falls sie keine Lösung finden, sich stolz darauf berufen, die erste Runde gemeistert zu haben.
Und prüft eure Server und das Programm zur Auswertung. Es frustriert, wenn man keine Lösungen prüfen kann, weil die Seite nicht zugänglich ist. Außerdem berichteten die Schüler, dass dieselbe Lösung mal als wahr, dann wieder als falsch gewertet wurde. Da kann irgendwas nicht stimmen…

Es macht richtig Spaß zu sehen, wie die Schüler, Nervennahrung auf dem Tisch, den I-pod an der Seite und wild diskutierend, die Aufgaben lösen. Weil es ein Wettbewerb ist, der mehr Schüler anspricht als die Matheolympiade. Weil auch Eltern mitreden können. Weil über Mathematik gesprochen wird. Und um das sollte es uns doch bei diesem Wettbewerb doch gehen, oder?

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Edit: Wie ich erfahren habe, ist der Server einer Hackerattacke zum Opfer gefallen, insofern trifft die Veranstalter keine Schuld. Wer macht sowas eigentlich, einen Spaßwettbewerb zu hacken?!?


Mathematikwettbewerbe

Sonntag, 10. August 2008

Hier sind die Termine der wichtigsten Mathewettbewerbe im kommenden Schuljahr in Schleswig-Holstein:

Mathematik-Olympiade ab September 2008

Lange Nacht der Mathematik 21./22. November 2008

Bundeswettbewerb Mathematik ab Dezember 2008

Weihnachtsaufgaben ab 1. Advent 2008

Känguru-Wettbewerb 19. März 2009

Kopfnüsse ab 1. Mai 2009

Quelle: http://www.mathematik-wettbewerbe.de


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