Vokabelblog-Theorie

Dienstag, 13. Oktober 2009

http://www.uni-salzburg.at/pls/portal/docs/1/288125.PDF  S.82 Vokabelblogs

Ein Vokabelblog stellt eine gute Möglichkeit dar, innovative Methoden der Wortschatzarbeit umzusetzen:
• Visuelle Unterstützung ist für das Vokabellernen von großer Wichtigkeit. In einem Weblog können Bilder und Fotos auf sehr einfache Weise hochgeladen werden.
• Durch den Tagebuchcharakter werden die Lernenden dazu motiviert, Vokabel nicht nur zusammen mit einer Übersetzung oder Definition aufzulisten, sondern auch eine kleine persönliche Geschichte dazuzuschreiben, z.B. in welchem Kontext sie auf dieses Wort/ diesen Ausdruck gestoßen sind. Auch dadurch wird das Merken gefördert.
• Durch die Kalender- bzw. Archivfunktion (ältere Beiträge werden für gewöhnlich nach dem Monat des Erstelldatums geordnet) kann eine strukturierte Vokabelarbeit erleichtert werden. Beispiel: Im Monat Dezember wird das Wortfeld „Weihnachten“ erarbeitet, im Jänner das Wortfeld „Wintersportarten“, im Februar „Karneval“ usw…
• Alle Lernenden haben Zugriff auf das Vokabelblog ihrer Kollegen, sie lernen voneinander – vor allem dann, wenn sie aufgefordert werden, mittels der Kommentarfunktion einen Beispielsatz zu Einträgen der Kollegen zu verfassen oder einen Eintrag zu ergänzen.
• Die Lernenden setzen sich intensiver mit den neuen Wortformen auseinander, da sie bemüht sind, die Einträge so attraktiv wie möglich zu gestalten – schließlich werden sie ja von den anderen Lernenden gelesen.
• Da Weblogs per se oft aktualisiert werden müssen, wird die regelmäßige Arbeit an der Lexik sichergestellt. Im Allgemeinen neigen Lernende dazu, Vokabel gebündelt und kurz vor den Prüfungen zu lernen. Durch das Weblog werden sie gewissermaßen „gezwungen“, Vokabel in kleinen Mengen, dafür aber regelmäßig zu lernen. Ein weiterer Vorteil ist, dass den Lernenden beim Hinzufügen eines neuen Vokabels automatisch, ohne sich darüber bewusst zu sein, die zuletzt erstellten Einträge wieder in Erinnerung gerufen werden.


Vokabelblog

Donnerstag, 24. September 2009

Heute haben meinen Kleinen in Französisch wieder einen Vokabeltest geschrieben. Nun frage ich darin nicht nur einzelne Wörter ab, sondern auch ganze Sätze. Gerade mit den Verben tun sie sich aber immer noch schwer. Auch möchte ich, dass sie selbstständig Sätze bilden. Deswegen lautete die zweite Aufgabe, zusätzlich zur Übersetzung einiger Fragen auch passende Antworten zu schreiben. Doch wie kann ich Wortschatzarbeit regelmäßig in den Unterricht einbauen? Am liebsten wäre es, wenn ich sicher wäre, dass die Vokabeln nicht nur für den nächsten Vokabeltest, sondern regelmäßig gelernt werden. Eine Einführung in den Karteikasten hatten wir schon zu Beginn des Schuljahres, und die Karteikarten kontrolliere ich regelmäßig.

Nun kam mir die Idee, einen Blog nur für meinen Französischkurs einzurichten, in dem ich einige neue Vokabeln vorstelle, die im Unterricht eingeführt worden sind und zu denen die Schüler nun als Kommentar Sätze bilden sollen. Die können sie sich dann gegenseitig korrigieren. Das wiederum setzt voraus, dass die Antworten regelmäßig gelesen werden. Oder die Schüler sollen Wörter zu einem bestimmten Thema oder mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben aufzählen… Hat jemand so etwas schon mal gemacht und kann daher aus Erfahrung berichten? Machen alle Schüler da regelmäßig mit? Ist der Aufwand im Vergleich zu Wortschatzübungen im Unterricht angemessen?

Ich warte gespannt auf eure Hinweise und Ideen!


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