Mehr Klassen müssen größer sein

Donnerstag, 5. Juli 2012

In Niedersachsen gilt ab den jetzigen 5. Klassen aufsteigend eine Klassenobergrenze von 30 Schülern für die Jahrgänge 5 bis 9. Liegt die Schülerzahl s eines Jahrgangs so weit darunter, dass für die n Klassen des Jahrgangs gilt: (n-1)*30 < s, dann müssen die Klassen zusammengelegt werden. In der Regel soll dies aber nur nach der 6. und nach der 8. Klasse bzw. nach der 9. Klasse (geplant, vermutlich nur bis zu den nächsten Landtagswahlen im Januar) geschehen.

Außerdem haben niedersächsische Gymnasien mindestens 2 und maximal 6 Klassen pro Jahrgang. Das heißt, 2 n ≤ 6, also wir bei midnestens 3 und höchstens 6 Klassen überhaupt zusammengelegt. Um die durchschnittliche Schüleranzahl d pro Klasse herauszufinden, ab der die Klassen zusammengelegt werden, muss man die maximale Gesamtschülerzahl in der Jahrgangsstufe berechnen, wenn es eine Klasse weniger gibt, d.h. (n-1)*30. Diese muss durch die momentan bestehende Klassenzahl n dividiert werden, also d = (n-1)*30/n. Mit ein paar Termumformungen erhält man daraus d = 30 – 30/n. Somit ergeben sich folgende durchschnittliche Mindestschülerzahlen pro Klasse, damit Klassen zusammengelegt werden müssen:

  • von 3 auf 2 Klassen: 20 Schüler
  • von 4 auf 3 Klassen: 22,5 Schüler
  • von 5 auf 4 Klassen: 24 Schüler
  • von 6 auf 5 Klassen: 25 Schüler

Mit anderen Worten: Wenn ein Gymnasium mehr Klassen hat, sind auch die Klassen viel größer. Man kann jetzt daraus folgern, dass Schüler an kleineren Gymnasien die besseren Lernbedingungen haben. Andererseits sind ihnen manche Wahlmöglichkeiten in der Oberstufe verwehrt, wenn die Kurse wegen zu geringer Schülerzahl nicht zustande kommen.

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